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| Regenschirme haben in diesem Rekordsommer in Moskau einen Nebenjob als Sonnenschirme bekommen (Foto: Vesti) | |
Donnerstag, 05.08.2010
Geduld ist gefragt: Noch zwei Wochen Hitze-Terror
Moskau. Ein Weichen der Hitzeglocke über Moskau ist nicht abzusehen. Beim Wetterdienst macht man sich keine Hoffnungen mehr, dass es ab dem 10. August nennenswert kühler wird. Vorerst gibt es neue Hitzerekorde.
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Der gestrige Tag brachte der russischen Hauptstadt nicht nur eine besonders heftige Smog-Belastung durch die Wald- und Torfbrände in der Umgebung, sondern auch einen neuen Temperaturrekord: Amtlich gemessen wurden 37,2 Grad – und damit die höchste August-Temperatur seit Beginn der regulären Temperaturaufzeichnungen vor 130 Jahren.
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Der vorherige Rekord hatte bei 36,9 Grad gelegen und war erst zwei Tage zuvor aufgestellt worden. Der bis dato heißeste 4. August war hingegen schon 1880 verbucht worden – mit vergleichsweise milden 34 Grad.
Heute könnte der gestrige Temperaturrekord aber schon wieder übertroffen werden: Wetterprognosen versprachen bis zu 39 Grad im Schatten, um 13 Uhr schwitzte Moskau schon wieder bei 35 Grad.
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Noch zwei Wochen Hitze-Terror Mit diesen Temperaturen müssen die Menschen in Moskau und im weiteren Zentraltrussland vorerst weiter auskommen: Beim Wetterdienst GidroMedZentr geht man inzwischen davon aus, dass die noch gestern versprochene Abkühlung nach dem 10. August allenfalls geringfügig ausfallen wird. Am Wochenende könnte es sogar noch eine Spur heißer werden als gegenwärtig.
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Wahrscheinlich werde die Hitze noch etwa bis zum 23. August anhalten. An diesem Datum endete auch eine strukturell ähnliche Hitzewelle und Dürreperiode im Sommer 1972, heißt es.
Moskau hat das Wetter von Turkmenistan Im Prinzip ist die aktuelle Hitze aber mit nichts zu vergleichen, was der Raum Moskau bisher erlebt hat. „Diese Hitze kommt aus einer anderen Klimazone“, schreibt „meteonovosti.ru“. In den 130 Jahren von 1879 bis 2009 hat es in Moskau nur 15 Tage mit mehr als 35 Grad gegeben. In diesem Sommer wurden aber schon elf solcher Extrem-Tage registriert.
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„Es ist, als wären die Wüsten Turkmenistans nach Moskau verlegt worden. Wobei es dort nachts ganz schön kühl wird“, so das Wetter-Portal.
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Der einzige Trost für die Moskauer ist, dass die Luft über der Hauptstadt wieder klarer geworden ist. Vom gestrigen Gift-Nebel ist am heutigen Donnerstag nur ein leichter Grauschleier geblieben. Die Konzentrationen sind zwar nach wie vor hoch, liegen aber wieder unter den amtlichen Grenzwerten.
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