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Das gesprengte Weltkriegsdenkmal soll in Moskau wiederaufgebaut werden. (Foto: Izvestia.ru)
Das gesprengte Weltkriegsdenkmal soll in Moskau wiederaufgebaut werden. (Foto: Izvestia.ru)
Mittwoch, 23.12.2009

Gesprengtes Mahnmal soll in Moskauer Gedenkstätte

Moskau. Der Bürgermeister der russischen Hauptstadt will das im georgischen Kutaissi gesprengte Weltkrieg-II-Denkmal in der Gedenkstätte auf dem Poklonnaja-Berg wieder aufbauen lassen. Die Idee ist in Moskau umstritten.

Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow sagte am Mittwoch: „Wir werden denselben Autor bitten, das Denkmal originalgetreu auf dem Poklonnaja-Berg neu zu errichten. Für die Finanzierung wollen wir einen interessanten Mechanismus vorschlagen.“

Der Autor kann und will nicht


Wie Russland- Aktuell bereits berichtete, will Premierminister Putin die georgische Diaspora in Moskau zur Finanzierung des Wiederaufbaus des am 19. Dezember in Kutaissi gesprengten Denkmals hinzuziehen. Luschkow hat aber anscheinend noch eine ganz andere Idee, aber mehr als Andeutungen lässt er bisher nicht verlauten.

Was den Autor des Mahnmals angeht, so teilt er des Bürgermeisters Optimismus nicht. Der georgische Bildhauer Merab Berdsenischwili bezeichnet das Vorhaben zwar als „äußerst ehrenwert“, gibt aber zu bedenken, dass alle Studien und Entwürfe verschwunden sind.

Ein Wiederaufbau des gesprengten Denkmals sei aber völlig ausgeschlossen, weil „es völlig zerstört und zu Mehl gemacht worden ist“, sagte Berdsenischwili am Mittwoch gegenüber RIA Novosti.

Was ihn persönlich angeht, so sei er zu alt, um an dem Projekt teilzunehmen: „Ich bin schon 80. An jenem Projekt habe ich sieben Jahre gearbeitet; wer weiß, wie lange ich noch zu leben habe.“

Uneinigkeit in der Moskauer Duma


Im Moskauer Stadtparlament gibt es konträre Meinungen zu einem Neuaufbau des georgischen Mahnmals in der russischen Hauptstadt. So ist der stellvertretende Duma-Vorsitzende Alexander Metelski der Ansicht, das Denkmal könnte „eine Art Vorwurf gegen Leute werden, die die Geschichte fälschen und die Taten der Helden vergessen wollen“.

Bei Russland-Aktuell
• „Ewiges Feuer“ an der Kremlmauer zieht vorübergehend um (23.12.2009)
• Putin für Wiederaufbau des Georgier-Denkmals in Moskau (22.12.2009)
• Denkmal gesprengt: 2 Tote und russisch-georgische Krise (21.12.2009)
• Kriegt die Moskauer Metro ein Stalin-Denkmal? (23.10.2009)
• Estland: Freispruch für die „Denkmal-Schützer“ (05.01.2009)
Sergej Petrow, Mitglied des Ausschusses für Monumentalkunst, ist ganz anderer Meinung. Es sei nicht der erste Fall von Schändung von Weltkriegsmahnmalen; er erinnert zum Beispiel an den Konflikt um den „Bronzenen Soldaten“ in Tallinn.

„Wir können doch nicht alle zerstörten Denkmäler in Moskau wiederaufbauen“, gibt er zu bedenken. Andere Abgeordnete geben ihre Meinung kund, mit dem Geld lieber Kriegsveteranen und bedürftige Kinder finanziell zu unterstützen.

Georgischer Ex-Premier: Wiederaufbau in Kutaissi


Mit einem ganz anderen Vorschlag tritt der georgische Ex-Premierminister Surab Nogaideli auf: „Für mich ist die Hauptaufgabe, das Denkmal für die Kriegshelden dort wieder aufzubauen, wo es gestanden hat – in Kutaissi“, sagte er in Moskau vor Journalisten.

Das erscheint angesichts der Umstände sehr unrealistisch zu sein. Zur Erinnerung: Das Mahnmal in Kutaissi wurde am 19. Dezember gesprengt, um Platz zu machen für ein neues Parlamentsgebäude.
Bei der Sprengung kamen eine Frau und ihre Tochter ums Leben. Eine Untersuchungs- kommission klärt zurzeit die Umstände des Unglücks.


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Traubenberger 29.06.2010 - 13:36

Upps, sollte in den Artikel über den Abriss in Gori

Upps, sollte in den Artikel über den Abriss in Gori


Traubenberger 29.06.2010 - 13:35

Mal eine positive Nachricht

Jetzt bringt Saakaschwili mal was Positives für das georgische Ansehen zustande und entfernt diesen Schandfleck aus Gori. Skandalös ist ja eher, dass sich einige Oppositionelle gegen den Abriss dieses Denkmals gestellt haben. So weit kann es also mit ihrem Demokratieverständnis nicht her sein.


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