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| Sonnenbad: Streunende Hunde in Moskau (Foto: Jahn/.rufo) | |
Donnerstag, 27.04.2006
Gibt Moskau streunende Hunde zum Abschuss frei?
Moskau. Streunende Hunde sind in Moskau ein Problem. Abhilfe schaffen sollte in den vergangenen Jahren ein Sterilisationsprogramm. Jetzt wird der Abschuss der Tiere diskutiert.
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In Rudelstärke liegen sie in den Parkanlagen, vor Metrostationen oder einfach auf dem Bürgersteig. Streunende Hunde sind in Moskau, wie auch in anderen russischen Städten, nach wie vor ein Problem.
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Vor allem, da in Moskau nach wie vor die Tollwut grassiert. Opfer von Hundebissen müssen mehrere unangenehme Impfungen über sich ergehen lassen, um sich nicht anzustecken. Außerdem verordnen die Ärzte danach ein mehrere Monate langes Alkoholverbot – für Russen eine harte Strafe.
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Sterilisierung statt Tötung
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Noch Ende der Neunziger wurden die wild lebenden, verwahrlosten Tiere häufig systematisch auf der Straße erschossen. Vor gut sechs Jahren entschloss sich die Moskauer Stadtregierung, die brutalen öffentlichen Tötungsaktionen zu stoppen und stattdessen die Vermehrung der streunenden Hunde durch ein flächendeckendes Sterilisationsprogramm einzudämmen. Ein Richtungswechsel, der vor allem mit Tatjana Pawlowa, der Leiterin der Abteilung „Städtische Fauna“ des Amts für Wohnungs- und Kommunalwirtschaft, in Verbindung gebracht wird.
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Beginnt nun wieder der Abschuss?
Jetzt entließ die Stadt Moskau Pawlowa. Moskauer Tierschutzvereinigungen befürchten nun auch die Einstellung des Sterilisierungsprogramms und eine Wiederaufnahme der Tötungen.
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In Iwanowo, einer Industriestadt 300 Kilometer nordöstlich von Moskau, hat der Bürgermeister nach einem Tollwutfall am Donnerstag bereits Quarantänemaßnahmen angeordnet. Hunde- und Katzenausstellungen sind bis auf weiteres verboten. Streunende Haustiere werden eingefangen und getötet.
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(cj/.rufo)
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