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| Blick über Moskau. Die Stadt soll noch einmal wachsen (Foto: Ballin/.rufo) | |
Dienstag, 12.07.2011
Gigantische Pläne: Moskau soll sich verdoppeln
Moskau. Russlands Hauptstadt soll noch größer werden, zumindest territorial. Mit dem Umland wurde die Ausdehnung Moskaus nach Süden vereinbart. Zwei Millionen Menschen sollen umsiedeln. Das Programm kostet zig Milliarden.
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Moskaus Gouverneur Sergej Sobjanin und sein Kollege Boris Gromow vom Moskauer Gebiet haben ihre Pläne zur administrativen Reform der Hauptstadtregion vorgestellt. Demnach wächst Moskau vor allem in Richtung Süden. Dort verleibt sich die russische Hauptstadt u.a. die Großstadt Podolsk. Aber auch in Richtung Westen gibt es einen Zuwachs.
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Hat Moskau derzeit eine Fläche von 107.000 Hektar, so soll die Stadt nach ihrer Erweiterung 251.000 Hektar groß sein. Das ist mehr als eine Verdoppelung.
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Medwedew stößt Gebietsreform an Die Gebietsreform wurde von Präsident Dmitri Medwedew angestoßen. Dieser hatte eine Ausweitung Moskaus und die Aussiedlung von Ministerien, Behörden und Beamten aus dem Moskauer Zentrum gefordert, um dieses zu entlasten.
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Als derzeit wahrscheinlichster Standort für ein Beamten-Ghetto gilt das Gebiet Rubljowo-Archangelskoje westlich von Moskau, wo zuvor Milliardär Suleiman Kerimow eine Stadt der Millionäre errichten wollte – immerhin ist die Edelmeile Rubljowka ja ganz in der Nähe.
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Luxus-Ghetto für Spitzenbeamte und Business-Elite Auch das geplante „Internationale Finanzzentrum“ soll hier einquartiert werden. Expertenmeinung nach dürfte so an dieser Stelle eine Stadt für 200.000 Menschen entstehen. Neben dem Heer der Beamten und ihrer Familien muss ja auch das Service-Personal für die VIP-Personen umziehen.
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Da die Business-Elite traditionell die Nähe zu Entscheidungsträgern aus der Politik sucht, werden wohl auch viele Oligarchen und solche, die es noch werden wollen, sich nach einem geeigneten Plätzchen in Rubljowo-Archangelskoje umsehen. Berechnungen nach könnte die Trabantenstadt vier – 5,6 Mrd. Euro kosten.
Erweiterung Moskaus nach Süden kostet 70 Mrd. Euro Weitaus mehr Menschen sollen im Süden Moskaus neu angesiedelt werden. Vorgesehen ist der Bau von 60 Mio. Quadratmeter Wohnraum und 45 Mio. Quadratmeter an sozialer Infrastruktur. Allein die Baukosten werden von Artjom Zogojew, dem Geschäftsführer von Trinfico Property Management, auf umgerechnet gut 70 Milliarden Euro taxiert.
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Das extrem teure Erweiterungskonzept überzeugt viele russische Experten. Michail Blinkin, Direktor des Instituts für Verkehr und Straßenwirtschaft begrüßt speziell die Verkehrsplanung. Moskau geht nämlich von seinem traditionellen Ringsystem zugunsten eines orthogonalen (rechtwinkligen) Systems ab. Das soll das Zentrum entlasten.
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Im Idealfall kann der Ausbau Moskaus nach Süden bereits 2020 abgeschlossen werden, schätzt Blinkin. Freilich kommt Russland dabei nicht ohne fremde Hilfe aus. Sowohl bei der Finanzierung, als auch bei der Planung und Umsetzung der Baupläne hofft Moskau daher auf ausländische Experten und Investoren.
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