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| Kein Entkommen vor der Hitze - sogar junge Leute ertragen sie nur schwer. (Foto: newsru.com) | |
Freitag, 06.08.2010
Hitzewelle führt zu deutlichem Anstieg der Todesfälle
Moskau. Die Moskauer stöhnen unter der schier unerträglichen Hitze und die Bestatter unter der enormen Arbeitsbelastung. Ähnlich wie bei der Hitzewelle 2003 in Westeuropa, steigen die Todesfälle in der Hauptstadt deutlich an.
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Zurzeit sterben in Moskau drei bis vier Mal mehr Menschen als sonst um diese Jahreszeit, schreibt am Freitag die Zeitung „Wsgljad“. Das zeige ein Blick auf die Statistiken der Bestattungsunternehmen und der Krematorien. Die Wartezeiten für Beerdigungen würden immer länger.
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Eine Mitarbeiterin der Bestattungsfirma „Ritual RGS“ sagte am Donnerstag gegenüber RIA Novosti: „Dieses Jahr bricht alle Rekorde – wir bekommen drei bis vier Mal so viele Aufträge als sonst im Sommer.“ Die Krematorien seien völlig überlastet:
Hysterische Übertreibungen? „An gewöhnlichen Tagen nehmen die Leichenhäuser etwa zehn Leichen an, im Sommer sogar noch weniger. Jetzt sind es bis zu 30 pro Tag.“ Der Grund: die anomale Hitze. Offizielle Vertreter der Stadt sehen allerdings keinen Grund zu Panik oder hysterischen Übertreibungen.
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Nach Angaben des Leiters der Moskauer Gesundheitsbehörde, Andrej Selzowski, liegen nicht mehr Moskauer als sonst in den Krankenhäusern, und „alles in allem vertragen die Menschen die Hitze recht gut“. Damit kommentierte er Gerüchte, in der russischen Hauptstadt würden im Moment zehn bis 15 Mal mehr Menschen sterben als sonst.
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Notarztdienst in der Metro? In Moskau wird derweil die Möglichkeit erörtert, an den Metrostationen ständig besetzte Erste-Hilfe-Kabinette einzurichten. Bisher muss der Notdienst gerufen werden, wenn Passagiere ärztliche Hilfe benötigen.
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In Westeuropa hatte 2003 eine ähnliche Hitzewelle geherrscht, der besonders alte Menschen verstärkt zum Opfer fielen. In Frankreich waren damals 14.000 Menschen gestorben, in Italien fielen über 4.000 Menschen der anomalen Hitze zum Opfer, in Holland waren es 1.400.
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Wie viele es im Endeffekt in Russland sein werden, ist heute noch nicht abzuschätzen – die Hitze hält mindestens noch zwei Wochen an. In Moskau könnte heute sogar die 40-Grad-Marke fallen, befürchten die Meteorologen.
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