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| Das Hotel Ukraina ist eines der bekanntesten Hotels in Moskau (Foto: rufo) | |
Donnerstag, 01.12.2005
Hotel Ukraina bei Auktion versteigert
Moskau. Die Moskauer Stadtregierung hat das Hotel „Ukraina“ für eine überraschend hohe Summe verkauft. Für 273 Mio. USD (230 Mio. Euro) erwarb die bis dahin unbekannte „Biskuit“ GmbH das legendäre Hotel.
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Sieben Unternehmen waren zur Auktion am vergangenen Mittwoch angemeldet. Es boten letztendlich jedoch nur zwei Kandidaten ernsthaft um das Hotel; die bisher unbekannte „Biskuit“ GmbH und das „Ligastroiprojekt“. „Biskuit“ erklärte sich schließlich bereit 7,881 Milliarden Rubel (ca. 230 Millionen Euro) für das komplette Aktienpaket zu bezahlen.
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Daraufhin stieg der Vertreter von „Ligastroiprojekt“, Dmitri Garkuscha, aus der Auktion aus. Sein Unternehmen sei aufgrund des unklaren technischen Zustandes des Gebäudes nicht bereit weiter zu bieten.
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Rätselraten um neuen Eigner und Zukunft des Hotels
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Auch Immobilienexperten halten den Kaufpreis für überhöht und schließen damit die Möglichkeit eines Weiterverkaufs aus. Ob das jedoch im Sinne der Käufer ist, bleibt ebenso unklar wie deren Herkunft. Die Investorengruppe „Biskuit AG“ kannte allein der Präfekt des westlichen Moskauer Bezirks Juri Alpatow, demzufolge das Unternehmen in seinem Bezirk aktiv sei. Angeblich steht hinter „Biskuit“ der Unternehmer Sahar Ilijew, dem die Einkaufszentren in Lublino und Chimki gehören, er war jedoch zu keiner Stellungnahme zu erreichen..
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Der neue Besitzer solle nun die Fassaden und Einrichtungen modernisieren und dadurch das Hotel aus der Vier- in die Fünf-Sterne-Klasse anheben, so der stellvertretende Oberbürgermeister Juri Rosljak. Dabei dürfe weder der Name, noch die Architektur geändert werden.
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Ukraina ist ein Markenzeichen Moskaus
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Das vor allem unter ausländischen Gästen beliebte Hotel „Ukraine“ ist eines der sieben im Zuckerbäckerstil erbauten Hochhäuser Moskaus, die auch "Stalinfinger" oder "die sieben Schwestern Stalins" genannt werden. Nach Kriegsende unter Stalin erbaut, prägen sie heute noch entscheidend das Stadtbild.
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Sie beherbergen neben dem Hotel „Ukraine“ unter anderem das Außenministerium, sowie die auf den Sperlingsbergen über der Stadt thronenden Lomonossow-Universität. Das in den Jahren 1949-1955 erbaute Hotel „Ukraine“ zählt zwar zu einem der kleineren dieser sieben Stalin-Bauten, ist jedoch mit seinen 206 Metern das höchste Hotel Moskaus.
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(ms/jst/.rufo)
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