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| Miliz-Major Jewsjukow lädt in Ruhe seine Waffe. (Foto: Überwachungsvideo) | |
Mittwoch, 28.10.2009
Justiz und Miliz wollen Berufsverbot für Opferanwalt
Moskau. Die Miliz habe das Sechsfache an Personal wie in anderen Länder, Russland halte aber den Rekord an Mordfällen, sagt Opferanwalt Trunow. Die Tathintergründe eines Miliz-Amoklaufes würden nun vertuscht, gegen ihn selbst ein Berufsverbot betrieben.
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Das russische Justizministerium soll dem Anwalt der Opfer des Amok-Milizionärs Jewsjukow auf Betreiben der Staatsanwaltschaft seine Anwaltslizenz entziehen. Das teilt der Anwalt selbst mit, der in den vergangenen Wochen mit Berichten über Vertuschungsversuche der Ermittler für Schlagzeilen gesorgt hatte.
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Die Staatsanwaltschaft werfe ihm jetzt "unqualifizierte juristische Beratung" vor, teilt Anwalt Igor Trunow mit; darüber habe ihn das Justizministerium gestern informiert.
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Grund für das Vorgehen gegen ihn sei, sagt Trunow, dass er öffentlich auf Ungereimtheiten in den Ermittlungsakten hingewiesen habe. So seien Fingerabdrücke auf der Tatwaffe und andere Beweisstücke verschwunden. Er sei besorgt, dass der Hintergrund des Amoklaufes nie aufgeklärt werden könnte.
Ihm werde vorgeworfen, dass er einem der Opfer geraten habe, sich direkt nach einer Operation mit Narkose nicht vernehmen zu lassen. Auch werde ihm zur Last gelegt, dass er geraten habe, medizinische Diagnosen zuerst für Schadensersatzforderungen ans Gericht zu geben und erst dann an die Staatsanwaltschaft.
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Über seine Einwände gegen das Berufsverbot hätten dieselben Beamten zu entscheiden, die den Lizenzentzug betreiben, sagt Trunow. Es gebe hier eine "Solidarität der Beamten untereinander".
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