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| Wo bitte, hust, ist der Ausgang aus Moskau? Wenn der Organismus Großstadt zusammenbricht, wird es verdammt eng (Foto: rian.ru) | |
Freitag, 27.08.2010
Katastrophe in Moskau? Nur jeder Fünfte kommt raus
Moskau. Smog über Moskau, Blackout in St. Petersburg: Die Bewohner von Russlands Metropolen haben in diesem Sommer erlebt, wie verwundbar das Stadtleben ist. Und wie ausweglos die Lage werden kann.
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Im Falle einer Epidemie, von Großbränden, verseuchter Luft oder sonstiger Katastrophen ist eine Metropole wie Moskau besonders verwundbar – und offenbar nicht zu retten. Die Zeitung „Nowaja Iswestija“ kommt deshalb zum Schluss, dass die Hauptstädter eigentlich Pflicht-Überlebenstrainings absolvieren müssten.
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Die Qualm-Einbrüche über mehreren russischen Großstädten hätten gezeigt, dass jedes Sicherheitsgefühl dort eine Illusion sei, so die Zeitung. Nach ihren Kalkulationen könnte sich im Falle einer Evakuierung nur ein Fünftel der Bewohner aus Moskau retten. Der Rest bliebe hoffnungslos in Staus und Warteschlangen stecken.
Die Kapazität der Moskauer Ausfallstraßen betrage 400.000 Fahrzeuge – dabei sind in der Hauptstadt fast vier Millionen Autos angemeldet. Und auch das Eisenbahnsystem sei schon im normalen Alltag oft an der Grenze seiner Kapazitäten angelangt.
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Moderne Städter ohne Notvorrat und Wasser Ein Problem sei auch die Lebensmittelversorgung: Die meisten Stadthaushalte hätten nicht mehr wie früher einen Vorrat an Grundnahrungsmitteln und Konserven auf Lager. Kleine Märkte, die das Land in den 90er Jahren durchgefüttert hätten, seien von der Stadtverwaltung zugunsten von Supermärkten ausgerottet worden.
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Der Blackout letzte Woche in St. Petersburg habe jedoch gezeigt, wie verwundbar diese Lebensform ist: Als in der halben Stadt der Strom ausfiel, saßen viele Haushalte im Dunkeln, ohne Kochgelegenheit und vielerorts gab es auch kein fließend Wasser mehr.
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Und wer dann glaubte, im nächsten Supermarkt ein paar Liter kaufen zu können, wurde enttäuscht: Die meisten Geschäfte schlossen sofort, denn ohne Licht und elektronische Kassen sind sie nicht funktionsfähig.
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