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| Die Moskauer Metro steckt voller Standbilder für Sowjethelden, aber Stalin ist ein anderes Kaliber. (Foto: Archiv) | |
Freitag, 23.10.2009
Kriegt die Moskauer Metro ein Stalin-Denkmal?
Moskau. In der frisch restaurierten Eingangshalle der Metrostation „Kurskaja“ könnte ein Stalin-Denkmal aufgestellt werden. Der Moskauer Chefarchitekt Alexander Kusmin meint, erst dann sei die Rekonstruktion vollständig.
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Viele Moskauer hatten nicht schlecht gestaunt, als sie im August nach der Wiedereröffnung der Station „Kurskaja“ auf der Ringlinie im Vestibül eine Stalin huldigende Zeile aus dem ersten Text der Sowjethymne entdeckten.
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Da heißt es: „Uns hat Stalin zur Treue am Volk erzogen, zu Werken und Heldentaten hat er uns beflügelt.“ Das sei kein Stalinismus, beeilten sich die Restaurateure zu versichern, sondern einfach die Wiederherstellung des ursprünglichen Aussehens der Station.
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Stalin, Dserschinski und Co. kehren zurück? Die war 1950 eröffnet worden, also mitten in der Hochzeit des Personenkults, als solch pathetische Phrasen in der Sowjetunion an der Tagesordnung waren. Damals wurde in der „Kurskaja“ auch ein Denkmal für den Diktator aufgestellt.
Monument wie Inschrift verschwanden später, als die Erinnerungen an Stalin getilgt wurden. Heute geht es den Architekten um die Wiederherstellung der Authentizität, und dazu gehören auch Dinge, die ideologisch nicht einwandfrei sind.
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„Wenn du dich an die Restaurierung machst, dann musst du alles so wieder schaffen, wie der Künstler es einst erdacht hat“, sagt Alexander Kusmin dazu. Deshalb muss auch das Stalin-Denkmal wieder her, das einst im Vestibül gestanden hatte.
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Diese Meinung wird in der russischen Hauptstadt sicher eine kontroverse Diskussion auslösen. Wenn Stalin seinen Platz in der Metro wiederbekommt, könnten auch Felix Dserschinski und andere „Sowjethelden“ folgen, die 1991 so radikal von den Moskauer Plätzen verbannt worden waren.
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