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| Die Metro-Station Majakowskaja wirkte 1939 geradezu futuristisch (Foto: Archiv/.rufo) | |
Donnerstag, 09.07.2009
Letzter Schrei: Nachts Unterwelt von Moskau erkunden
Moskau. Kurz nach ein Uhr in der Nacht rauscht die letzte U-Bahn davon. Dann schließen die Metrostationen und es wird still unter Tage. Doch nicht mehr lang. Metrochef Dmitri Gajew will nachts Touristen durch die Unterwelt fahren.
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Dabei dient die deutsche Hauptstadt Berlin als Vorbild. Dort können sich seit einiger Zeit Touristen mehrmals im Monat nachts aus offenen U-Bahn-Waggons Berlins finstere Seiten anschauen.
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U-Bahn Cabrio - Berlin als Vorbild Dmitri Gajew ist von dem Projekt begeistert. „Stellen Sie sich, ein offener Waggon, an jeder Seite sind Bänke in verschiedener Höhe aufgebaut so wie im Stadion. Das ist viel interessanter. Und das machen wir auch“, erklärte der Moskauer Metrochef in einem Interview.
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Möglicherweise kommen diese Waggons schon im nächsten Jahr zum Einsatz, anlässlich des 75. Geburtstags der Metro.
Bis dahin wollen die U-Bahner in Moskau jedenfalls noch kräftig bauen. Drei Stationen sollen noch bis Ende dieses Jahres übergeben werden: Mjakinino, Wolokolamskaja und Mitino entlang der dunkelblauen Linie „Arbatsko-Pokrowskaja“.
Grosse Ausbaupläne der Metro 60 Kilometer Strecke sollen bis 2015 gebaut werden. Eine zweite, äußere Ringlinie soll die Belastung der U-Bahn im Zentrum verringern. Bis zu 60 Prozent weniger Menschen müssen dann im Zentrum umsteigen, haben die Verkehrsplaner errechnet.
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9 Millionen Passagiere täglich Da die Moskauer Metro täglich etwa neun Millionen Passagiere befördert, wird die Metro-Optimierung für viele spürbar sein. Auch die im Berufsverkehr geradezu erdrückenden „Staus“ an den Ein- und Ausgängen will die Metro bekämpfen. Dazu soll die Anzahl der Rolltreppen bei den Metrostationen von drei auf vier erhöht werden.
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Dazu muss der ungenutzte Abstand zwischen den Rolltreppen deutlich verkleinert werden – auf 50 Zentimeter. Dabei kann auf der Rolltreppe selbst der Platz erhalten bleiben. Den Anfang macht die Station „Oktjabrskaja“ an der Ringlinie. Dort beginnt die Renovierung im nächsten Jahr.
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