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| Packt auch mal mit an: Moskaus OB Juri Luschkow beim Subbotnik (Foto: Archiv/.rufo) | |
Dienstag, 10.02.2009
Luschkow verspricht Moskauer Kleinunternehmern Hilfe
Moskau. Der wahre Freund zeigt sich erst in der Not, heißt ein altes Sprichwort. Moskaus Oberbürgermeister Juri Luschkow will sich in der Krise zum Freund der Klein- und Mittelständler aufschwingen und verspricht Hilfe.
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Insgesamt 700 Mrd. Rubel (15 Mrd. Euro) vergibt die Stadt Moskau in diesem Jahr an Aufträgen für Waren und Dienstleistungen. Die Quote für Klein- und Mittelständler werde die Stadtverwaltung dabei „deutlich anheben“, verspricht Juri Luschkow.
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„Dort, wo ein Unternehmer allein sein Projekt nicht realisieren kann oder er eine Ausschreibung nicht gewinnen kann, ist die Vereinigung von Klein- und Mittelständlern zu Konglomeraten möglich“, regt der Oberbürgermeister zugleich an.
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Weniger Kontrollen von Seiten der Stadt Darüber hinaus verspricht Luschkow den kleinen Händlern Ruhe vor städtischen Kontrollen. In der Vergangenheit klagten Unternehmen oft über eine regelrechte „Kontrollwut“ der Beamten. Ob Bilanzen geprüft wurden, die Bausubstanz oder die Einhaltung von Feuerschutz-Bestimmungen und Hygiene-Vorschriften; all das kostete die Unternehmer viel Zeit, Geld und Nerven.
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Zumindest von Seiten der Stadt soll es nun Erleichterungen geben: „Ich habe einen Beschluss unterzeichnet, der städtischen Strukturen im Jahr 2009 jedwede Art von Kontrollen verbietet, die Kleinunternehmen verunsichern und von ihrem Geschäft ablenken“, erklärte Luschkow. Das Wichtigste sei in dieser Situation die Sicherung von Arbeitsplätzen, fügte er hinzu.
Sicherung von Arbeitsplätzen ist das Wichtigste Mit einer speziellen Werbekampagne will die Stadtverwaltung die Gründung von Kleinunternehmen stimulieren. 1.500 neue Unternehmen und 15.000 Arbeitsplätze seien das Ziel, teilte der Leiter der Abteilung für KMU in der Stadtverwaltung, Michail Wyschegorodzew mit.
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Auch finanziell angeschlagene Firmen können auf Zuwendungen aus dem Stadtsäckel hoffen – zumindest indirekt. So verspricht Luschkow Hilfe bei der Kreditaufnahme. Die Stadt übernehme zwei Drittel oder sogar drei Viertel der anfallenden Kreditzinsen, sagte er.
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Zahlungsaufschub bis Ende der Krise Luschkows neueste Idee: Säumige Zahler vor der Stadtkasse sollen Aufschub bekommen. Wer als Klein- und Mittelständler nicht rechtzeitig seine Miete zahlen kann, muss nun nicht mehr mit der sofortigen Kündigung und saftigen Strafzahlungen rechnen. „Wir konservieren und übertragen diese Strafen und Schulden auf eine bessere Zeit“, erklärte Luschkow.
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Das bedeute keinen Aufschub um ein – oder zwei Jahre, betonte er, sondern auf die Zeit „nach der Krise“. Das heißt, erst wenn sich die Situation in der Wirtschaft stabilisiert, kommen die Nachforderungen an die KMU.
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