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| Zwischen Lob und Kritik: Moskaus OB Juri Luschkow. (Foto: RIA Novosti) | |
Dienstag, 10.08.2010
Luschkows Urlaub: Putin lobt und Kreml kritisiert
Moskau. Oberbürgermeister Juri Luschkow hat wegen der schwierigen Lage in Moskau seinen Urlaub abgebrochen. Wladimir Putin lobt ihn dafür; aus dem Kreml verlautet allerdings: Luschkow hätte gar nicht wegfahren dürfen.
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Der russische Premierminister Putin hat Luschkows Entscheidung, wegen der extremen Wetterlage vorzeitig nach Moskau zurückzukehren, am Dienstag als „richtig und rechtzeitig“ gelobt. „Sie haben natürlich richtig gehandelt, indem Sie aus dem Urlaub zurückgekehrt sind“, so Putin bei einem Treffen mit Luschkow.
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Der Meinung sind aber offensichtlich nicht alle. Wie ein Informant gegenüber RIA Novosti sagte, sei man im Kreml sehr unzufrieden mit Luschkows zeitweiliger Abwesenheit in der russischen Hauptstadt.
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Bürgermeister muss bei Extremlage in der Stadt sein „Natürlich ist es gut, dass Luschkow zurückgekommen ist und seine Funktionen wieder ausübt“, heißt es. „Aber natürlich hätte das früher passieren müssen. Die Abwesenheit des Bürgermeisters hat bestimmt nicht dazu beigetragen, nötige Entscheidungen rechtzeitig zu treffen.“
Luschkow war erst am 2. August zu einer dreiwöchigen Kur nach einem Sportunfall aufgebrochen. Noch am 6. August hatte sein Pressesprecher Sergej Zoi erklärt, es gäbe keinen Grund für eine vorzeitige Rückkehr, weil „die Lage keine krisenhafte ist“.
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Diese Äußerung traf bei der Presse und in der Öffentlichkeit auf scharfe Kritik. Wenn die Moskauer unter Smog und 40 Grad Hitze stöhnen und die Sterberate auf das Doppelte der eigentlich üblichen Norm anschnellt, müsse der Bürgermeister auf seinem Posten sein und nicht im Urlaub, lauteten die Vorwürfe.
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“Aus der negativen Erfahrung Schlüsse ziehen“ Luschkow brach seinen Urlaub dann doch ab und kehrte am Sonntag nach Moskau zurück. Laut Pressesprecher Zoi zwangen ihn „die Brände um Moskau und der anhaltende Smog dazu“. Vielleicht wurde ihm aber auch die öffentliche Kritik zu scharf.
Wie dem auch sei – die „Iswestija“ veröffentlichte am Dienstag ein Interview mit Luschkow, in dem er Stellung zu der Situation in Moskau bezieht. Die Hitze und Dürre dieses Sommers sei eine „die dagewesene Herausforderung“ und: „Wir müssen aus dieser negativen Erfahrung Schlüsse ziehen.“
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Die Konsequenzen seien u. a. wärmebeständiger Asphalt und die Klimatisierung der Gebäude. Luschkow warnt die Moskauer zugleich vor „panischen Gerüchten und Erfindungen, von denen solche Ereignisse üblicherweise begleitet werden“.
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Die Natur wandle sich und statt „hysterisch zu werden, sollte man lernen, prompt auf die Heraus- forderungen zu reagieren“.
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