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| Unvermietbar? Besonders im Hochpreissektor in Moskau fallen die Mieten (Foto: Rian) | |
Dienstag, 18.11.2008
Mieten in Moskau fallen - platzt die Immobilienblase?
Moskau. Am Mietspiegel der Immobilienmakler ist die Krise bisher vorbeigegangen. Die Mietpreise im Stadtzentrum liegen immer noch bei 25 - 30 Euro pro Quadratmeter. Aber viele Vermieter vermieten real schon für 20% weniger.
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Laut Statistik für Mieten und Immobilien gibt es fast keine Krise. Im Stadtzentrum Moskaus sind die Mieten mit 2.000 Euro für eine durchschnittliche Dreizimmerwohnung immer noch schwindelerregend hoch.
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Auch die Immobilienpreise sind bisher kaum gesunken. Im September und Oktober sackten nach Angaben verschiedener Moskauer Wohnungsmakler die Quadratmeterpreise je nach Sektor, Stadtgebiet, Makler und Berechnungsweise um 2- 5 Prozent.
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Im Oktober kostete ein Quadratmeter Neubau-Durchschnittswohnung in Moskau noch 4.350 Euro. Altbauwohnungen lagen bei durchschnittlich 5.600 Euro.
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Die Statistik täuscht über realen Einbruch hinweg Aber die Statistik trügt. Die realen Verkäufe liegen zum Teil weit unter den deklarierten Wunschpreisen der Anbieter, wissen Immobilien-Insider zu berichten. Es würden bei Wohnungsverkäufen – vor allem aus Angst vor einem weiteren Preisverfall in den nächsten Monaten – Preisnachlässe von bis zu zehn Prozent eingeräumt.
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Moskauer Immobilienmarkt zu Beginn des Winters eingefroren Tatsächlich scheint der Moskauer Immobilienmarkt zu Beginn des Winters eingefroren zu sein: Nachdem sich in den Callzentren großer Moskauer Immobilienfirmen tagelang kein einziger Käufer freiwillig meldete, wurden bereits Mitarbeiter entlassen. Dem Markt half das nicht.
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Noch rapider scheinen im Moment die Mietpreise in Moskau in den Keller zu gehen. Auch hier klafft eine Riesenlücke zwischen Statistik und Realität. Zahlreiche Vermieter seien inzwischen bereit, um bis zu zwanzig Prozent von ihrem Einstiegspreis herunterzugehen, berichtet eine Teilnehmerin einer Immobilienfachkonferenz in Moskau.
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In manchen Fällen betrage zur Freude der Mieter der Mietnachlass bei neuen Vertragsabschlüssen auch schon 20 bis 30 Prozent, wenn die Wohnung sich zwei bis drei Wochen lang zum gewünschten Mietpreis nicht vermieten ließ.
Die Kehrseite der Mieterfreude sind allerdings empfindliche Mietmindereinnahmen bei vielen alteingesessenen Moskauer Familien, die ihre Haushaltskasse in den vergangenen Jahren nur durch Vermietungen an Zugereiste auffüllen konnten. Man vermietete die geerbte teure Wohnung im Zentrum und lebte selbst in der Vorstadt.
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Die konsumfreudige Mittelschicht leidet als erste Tatsächlich dürfte der Druck auf die Moskauer Mieten und Immobilienpreise noch weiter zunehmen, je stärker die Auswirkungen der globalen Finanzkrise in Gestalt von Entlassungen und Gehaltskürzungen gerade im Bereich der konsumfreudigen russischen Mittelschicht auf die Realwirtschaft durchschlagen.
Verhängnisvoll würde zu Buche schlagen, wenn der Kredit- und Kapitalzufluss in die Bau- und Wohnungswirtschaft abbricht, wie es gerade jetzt sich abzeichnet.
In den letzten Jahren hatte die russische Immobilienbranche eine gigantische Immobilien-Pyramide von Wohnungen und Büroflächen kreditfinanziert produziert - die dann - ebenfalls kreditfinanziert - weiterverkauft wurden oder schlicht leer standen.
Dieses Pyramidenspiel steht jetzt vor dem Zusammenbruch und der Ruf nach staatlicher Nothilfe wird schon vernehmbar. Der Staat solle für soziale Zwecke leerstehende Wohnungen aufkaufen - und damit die Baubranche und ihre Banken retten.
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Wenn die Blase platzt ... Und Medwedew und Putin wissen natürlich auch, dass ein Zusammenbruch der Bauwirtschaft, die der stärkste Wachstumsbereich der russischen Volkswirtschaft war, schlimme Folgen für alle anderen hätte.
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