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Moskaus Polizei liefert sich einen Schlagabtausch mit Kaukasiern und anderen Zugezogenen (foto: TV/Rossija)
Moskaus Polizei liefert sich einen Schlagabtausch mit Kaukasiern und anderen Zugezogenen (foto: TV/Rossija)
Dienstag, 30.07.2013

Migrant schlägt Polizist: 470 Festnahmen bei Razzien auf Märkten

Moskau. Auf Märkten hat die Polizei 470 Auswärtige und Ausländer festgenommen. Vorausgegangen war ein brutaler Angriff auf einen Polizisten: Bei der Festnahme eines Dagestaners schlug ein Verwandter dem Beamten den Schädel ein.

Eine Zivilstreife wollte am Samstag auf dem Matwejewski-Markt im Westen Moskaus einen 18-Jährigen festnehmen. Er stand im Verdacht, einen Vergewaltigungsversuch an einem 15 Jahre alten Mädchen unternommen zu haben.

Doch der Routine-Einsatz artete in eine kleine Straßenschlacht aus: Eine größere Gruppe von Personen umringte die Beamten und versuchte, den jungen Mann zu befreien. Vor allem die Tante und der Onkel des Verdächtigen, die zum Wassermelonen-Verkauf aus Dagestan nach Moskau gekommen waren, wurden dabei handgreiflich.

Zwar bekamen die Zivilpolizisten noch Verstärkung durch eine weitere Streife, doch der Konflikt artete aus: Ein 34 Jahre alter Mann schlug – vermutlich mit einem Schlagring – auf einen der Beamten ein, der einen Schädelbruch erlitt und zusammenbrach. Der Täter konnte zunächst fliehen.

Razzien - und Festnahme des Täters


Am Montag antwortete die Moskauer Miliz mit Razzien auf drei Märkten im Moskauer Westen. Insgesamt 470 Personen, vorrangig Kaukasier und Ausländer, wurden festgenommen und auf Polizeiwachen zur näheren Prüfung gebracht.

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Wie viele von ihnen anschließend in Haft genommen wurden, wurde nicht mitgeteilt. Die Polizei arbeitete dabei mit Unterstützung der sonst nur für Groß- oder Sondereinsätze angeforderten OMON-Truppe.

Auch der wegen des Angriffs auf den Polizisten gesuchte Mann wurde gestern festgenommen: Er hatte sich die Bart abrasiert und wollte sich mit einem Fernbus aus Moskau absetzen. Ihm droht jetzt möglicherweise eine lebenslange Haftstrafe wegen eines gefährlichen Angriffs auf einen Polizeibeamten.

Polizisten agierten wenig energisch


Der Vorfall hat aber auch Folgen innerhalb der Polizei: Der zuständige Revier-Chef wurde suspendiert.

Russische Medien brachten dies mit dem wenig professionell erscheinenden Auftreten der Polizisten in Zusammenhang: Videoaufnahmen des Konflikts zeigen, dass die Beamten wenig Anstalten machen, die sie bedrängenden Personen auf Distanz zu halten und ihre Amtshandlung durchzusetzen – wozu sie im Zweifelsfall auch Warnschüsse hätten abgeben können. Selbst nachdem ihr Zivilkollege zusammengeschlagen worden waren, wahrten sie Zurückhaltung.

Inzwischen besuchte aber Moskaus Polizeichef Anatoli Jakunin den verletzten Beamten im Krankenhaus und lobte alles in allem das Vorgehen der Beamten.

Sie hätten auf den Schusswaffeneinsatz verzichtet, da zu viele Menschen in unmittelbarer Nähe gewesen seien. Für die Anforderung von Verstärkung hätten sie schlichtweg keine Zeit gehabt, erzählte der Verletzte.



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