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| Die Hochhäuser von Moskau-City leuchten im Hintergrund des Neujungfrauen-Friedhofs (Foto: Ballin/.rufo) | |
Dienstag, 18.10.2011
Moskau-City wird gestutzt und in vier Jahren fertig
Moskau. Der Bau des Geschäftsviertels Moskau-City soll in vier Jahren abgeschlossen sein. Auf einige Großprojekte wird verzichtet. Stattdessen werden verstärkt Parkplätze gebaut, um den Anrainern das Leben zu erleichtern.
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Höher, teurer, pompöser: Das Projekt Moskau-City war wohl des alten Bürgermeisters liebstes „Kind“. Juri Luschkow sah in dem Bau des Business-Zentrums sein persönliches Erbe und Vermächtnis in Moskau gesichert.
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Moskau-City - ein städtebaulicher Fehler Das Verhältnis seines Nachfolgers Sergej Sobjanin zu dem Milliardenprojekt ist deutlich distanzierter. Moskau-City sei wegen der undurchdachten Infrastruktur möglicherweise ein städtebaulicher Fehler gewesen, räumte Sobjanin ein; eine Fehlgeburt quasi.
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Für einen Abriss ist Moskau-City zu teuer; auch wenn die genauen Kosten wohl kaum noch jemand kennt. Aber die ursprünglichen Pläne werden deutlich gekürzt. Um eine halbe Million Quadratmeter wird das Megaprojekt geschrumpft; auf insgesamt 4,2 Mio. Quadratmeter Fläche.
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Unklarheit um Hochhaus Rossija Immerhin die lange ruhenden Arbeiten sind wieder in vollem Gange. Laut Vizebürgermeister Wladimir Ressin sind derzeit über 3.000 Männer auf der Baustelle beschäftigt. Und die Zahl wächst. Einzig auf dem Grundstück, auf dem einst Europas höchster Wolkenkratzer geplant war – das von Star-Architekt Norman Foster entworfene 118stöckige Hochhaus Rossija (612 Meter Höhe) – herrscht Stille.
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Der Turm, ursprünglich sogar mit über 1.000 Meter Höhe geplant, wird wohl nicht verwirklicht. „Noch sind auf dem Platz provisorische Parkplätze. In Zukunft ist der Bau von drei kleineren Hochhäusern mit unterirdischen Parkhäusern geplant, aber eine endgültige Entscheidung gibt es noch nicht“, sagte Ressin.
Keiner will für die Stadtregierung bauen Außerdem ruhen die Arbeiten am Wolkenkratzer, in den künftig die Stadtregierung und das Moskauer Parlament umziehen sollten. Die Stadtväter haben entschieden, das Gebäude nicht auf Kosten des Budgets zu Ende zu bauen, sondern einen privaten Investor zu suchen. Bisher läuft die Suche allerdings träge.
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Bei einer ersten Auktion im September fand sich kein Bieter. Am 20. Oktober ist die nächste Runde geplant. Der Startpreis liegt bei sieben Milliarden Rubel (175 Mio. Euro).
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Verkehr als größtes Problem Moskau-Citys größtes Problem ist der Verkehr: Es gibt weder genug Zufahrten zu dem Großkomplex, noch ausreichend Parkplätze. Für das Problem der Erreichbarkeit hat Bürgermeister Sobjanin den City-Planern eineinhalb Jahre eingeräumt.
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Auch das Parkplatzproblem will die Stadtregierung durch veränderte Planung (mehr Parkhäuser) lösen. Insgesamt sollen 23.000 überdachte Parkplätze und weitere 10.000 Parkplätze auf dem 60 Hektar großen Territorium geschaffen werden.
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In vier Jahren fertig Ressin rechnet noch mit vier Jahren Bauzeit, ehe das Projekt abgeschlossen ist. Dass Moskau-City bei den Geschäftsleuten nicht gefragt sein könnte, glaubt er nicht: Schon heute liege die Auslastung bei den 1,2 Mio. bereits fertig gestellten Quadratmetern bei 90 Prozent.
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„In Bezug auf den Komfort wird der Komplex Moskau-City noch lange ein beispielloser Platz zum Arbeiten und Leben sein“, erklärte Ressin. Auch die geplante Erweiterung Moskaus mache das Projekt nicht überflüssig, so der Vizebürgermeister.
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