Mittwoch, 20.08.2008

Moskau: 12 Stunden Stau pro Monat pro Kopf

Stoßstange an Stoßstange geht es auch über die Ringautobahn MKAD rund um Moskau (Foto: Jahn/.rufo)
Moskau. Das russischen Unternehmen Yandex hat eine Untersuchung über den Verkehr auf den Straßen russischer und ukrainischer Großstädte veröffentlicht. In Moskau gibt es täglich 800 Staus à 1.400 Autos.
Für die Untersuchung konnten Yandex und das Tochterunternehmen SMI-Link auf Daten von Überwachungskameras der russischen Verkehrspolizei und der Moskauer Stadtverwaltung sowie aus dem eigenen Call-Center zurückgreifen.

Einige Ergebnisse: An einem Durchschnittstag gibt es auf den Straßen im Moskauer Stadtgebiet 800 Staus. Bevor sich jeder einzelne Stau auflöst, kamen rund 1.400 Autos in ihm zum Stehen. Im Vorjahr gab es an einem Durchschnittstag laut Yandex 650 Staus mit jeweils 1.500 Opfern.

Rechtzeitig zum Abendessen


Die Mitarbeiter von Yandex errechneten außerdem, dass im Monat im Durchschnitt zwölf Stunden Stau-Stehen auf jeden Moskauer Autofahrer entfallen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das anderthalb Stunden mehr.

Moskauer Stau-Karte im Internet
Yandex. Probki
Dennoch kommt die Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Staus im vergangenen halben Jahr nicht mehr so schnell angewachsen ist, wie im ersten Halbjahr 2007. Erfreuliche Tendenz für alle, die Abends zu Hause mit einer warmen Mahlzeit erwartet werden: Während morgens und tagsüber weiter mit zähem Verkehr gerechnet werden muss, nimmt laut Yandex die Stauhäufigkeit am Abend in der jüngsten Zeit ab.

Stau-Schau live und online


Yandex bietet seit 2006 den Service „Yandex. Probki“ (Yandex. Stau) an: Auf einer Karte können Internetnutzer online erkennen, auf welcher Straße der Verkehr zum Stehen gekommen ist und wie lang der Stau ist. Das Tochterunternehmen SMI-Link bietet einen Online-Echtzeit-Service zum Verkehrsgeschehen im Moskauer Stadtgebiet an.

Bei der Untersuchung, die Yandex nach 2007 in diesem Jahr zum zweiten Mal veröffentlichte, wird außerdem das Verkehrsgeschehen in St. Petersburg, Jekaterinburg und im ukrainischen Kiew ausgewertet.