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| In den Neubaugebieten Moskaus steht ein Hochhaus neben dem anderen. (Foto: newsru.com) | |
Mittwoch, 22.10.2003
Moskau baut sich an die Spitze
Moskau. Es wird eng in Moskau. Bis zum Jahr 2020 soll die russische Hauptstadt die dichtbesiedeltste Stadt der Welt sein und Hongkong vom Spitzenplatz verdrängen. Dies tritt zumindest dann ein, wenn der Generalentwicklungsplan Moskaus so verwirklicht wird, wie er beschlossen wurde. Außerdem wird Moskau auch schon bald in der Top-10-Liste der Städte mit den meisten Wolkenkratzern erscheinen. 97 weitere Hochhäuser sollen in den nächsten Jahren gebaut werden. Nach offiziellen Angaben leben in Moskau derzeit etwa 10,5 Millionen Menschen.
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Würde der Generalplan verwirklicht, könnte die Anzahl der Moskauer in den nächsten 16 Jahren um ein Drittel steigen. Doch eigentlich verstößt die Bauwut der Stadtarchitekten gegen bestehendes russisches Recht. Alexander Kusmin, der Chef des Stadtbauamtes kritisiert diese Normen dann auch als zu starr. „Im Zentrum Moskaus findet man kein Grundstück von vier Hektar, um darauf eine Schule zu bauen. Genau das fordert aber das Gesundheitsministerium“, sagt Kusmin. Auch die Ein-Kilomter-Sperrzone um Bahnhöfe und Müllverbrennungsanlagen aus hygienischen Gründen findet Kusmin übertrieben.
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Allerdings werde die Strenge der Gesetze bisher oft durch ihre Nichteinhaltung kompensiert, gibt der Stadtarchitekt zu. „Der Verkauf von Grundstücken geht ungeachtet der Normativen und Stadtbaupläne weiter.“
Die Hygienevorschriften verzögern nämlich nur den Bau von Schulen, Krankenhäusern und Stadions. Hingegen wurden schon doppelt so viele Geschäfte und ein Drittel mehr Elitwohnungen gebaut als der Generalentwicklungsplan für Moskau vorsieht.
(am/.rufo)
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