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| Demo der Weihnachtsmänner. (Foto: www.rg.ru) | |
Montag, 18.12.2006
Moskau: Demos unter dem Weihnachtsbaum
Moskau. In der russischen Hauptstadt fanden am vergangenen Wochenende mindestens drei Demonstrationen statt. Dabei wurden die Regimekritiker von einer gewaltigen Übermacht von Weihnachtsmännern besiegt.
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Schon Polizei und Behörden sorgten am Samstag dafür, dass der „Marsch der Unzufriedenen“ möglichst klein gehalten wurde. Das große Polizeiaufgebot, welches die Zahl der Demonstranten um ein mehrfaches überbot, Verhaftungen und das Festhalten von Teilnehmern in der Provinz ließen die Kundgebung zu einem klaren Nebenschauplatz schrumpfen.
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Außerdem blieben dem Protestmarsch wichtige Parteien wie Jabloko und SPS fern. Sie erteilten damit dem früheren Schachweltmeister Garri Kasparow, Eduard Limonow und seinen Nationalbolschewisten sowie dem ehemaligen Regierungschef Michail Kassjanow eine deutliche Absage. Die eingeschüchterte und zersplitterte Opposition bot damit ein ziemlich klägliches Bild.
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Putins Geheimwaffe: St. Nikolaus und der Weihnachtsbaum
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Das Murren der Putinkritiker und der Teilnehmer an einer Kundgebung zum Gedenken an ermordete Journalisten wurde am Sonntag von einem ebenso lauten wie skurilen Aufmarsch übertönt: die Weihnachtsmänner-Parade der kremlnahen Jugendbewegung „Naschi“.
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Aus allen Ecken Russlands hatte die Bewegung mit Gratisbussen rund 70.000 Weihnachtsmänner und „Snegurotschkas“ in die Straßen Moskaus geholt, die mit ihrem bunten Treiben ein willkommenes Weihnachtsmotiv für alle Medien darboten.
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Zur selben Zeit machte sich in Weliki Ustjug, dem vermeintlichen Wohnort des russischen Weihnachtsmanns, die traditionelle Weihnachtstanne für den Kreml auf den Weg nach Moskau. Unter den Augen und Linsen vieler Journalisten wurde der 28 Meter hohe Baum in ein Flugzeug verladen. Zusammen mit dem weißbärtigen „Ded Moros“ ist er für die Regierung in diesen Tagen die schlagkräftigste Geheimwaffe gegen ihre Kritiker.
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(eva/.rufo)
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