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| Masleniza-Puppe direkt hinter der Basilius-Kathedrale (Foto: Kurizina/.rufo) | |
Montag, 12.02.2007
Moskau feiert Masleniza
Moskau. In dieser Woche wird in Russland die Masleniza (zu deutsch: Butterwoche) begangen. Da es die letzten Festtage vor der orthodoxen Fastenzeit sind, wird noch einmal ausgelassen gefeiert und gegessen. Besonders beliebt sind Pfannkuchen.
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Die Masleniza ist ein ähnlich heiteres Fest wie der deutsche Karneval. In vorchristlicher Tradition wurde in der Zeit das nahende Ende des Winters gefeiert. Später wurde die Masleniza auch von der russisch-orthodoxen Kirche übernommen. Der Genuss von Fleisch ist in der Butterwoche schon untersagt, doch Milchprodukte, Eier und Fisch sind den Gläubigen noch gestattet.
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Daraus entwickelte sich der Brauch, in der Butterwoche vor allem Pfannkuchen („Bliny“) mit verschiedenen (fleischlosen) Beilagen zu servieren. Neben Honig, Marmelade und saurer Sahne erfreut sich dabei vor allem Kaviar großer Popularität bei den Russen.
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Roter Platz ist Zentrum der Moskauer Masleniza-Feiern
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In Moskau ist auch in diesem Jahr wieder der Wassiljewski Spusk hinter dem Roten Platz und der Basilius-Kathedrale das Zentrum der russischen Masleniza-Feiern. Bis zum Sonntag können Pfannkuchen-Liebhaber dort nach Herzenslust Bliny und russische Folklore genießen. Eine riesige Strohpuppe weist schon von weitem auf den Jahrmarkt hin.
Diese Masleniza-Puppe wurde traditionell von Kindern in der Vorfrühlingszeit gebastelt. Für sie ist die Festwoche wohl der größte Spaß, gibt es doch Leckereien in großen Mengen.
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Pfannkuchen und Wodka bei Schwiegermuttern
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Aber auch die Erwachsenen kommen auf ihre Kosten. Junge, unverheiratete Männer dürfen am Dienstag auf Brautschau gehen und mit allen Frauen flirten. „Verheiratete Männer lieben den Mittwoch am meisten. Da muss sie die Schwiegermutter mit Pfannkuchen und Wodka bewirten“, verrät die Moskauerin Jelena die alte russische Tradition. Allerdings müssen sich die Ehemänner dann am Freitag revanchieren und ihre Schwiegermütter ebenfalls einladen.
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Am vorletzten Tag der Butterwoche mussten früher junge Frauen die gesamte Verwandtschaft beköstigen, die sich auf diese Weise von den Kochkünsten der zukünftigen Hausfrau überzeugten. Am Sonntag wurde die gebastelte Masleniza-Strohpuppe verbrannt, um den Winter auszutreiben Am Abend besuchte man Freunde und Bekannte und bat sich gegenseitig um Verzeihung. Die Fastenzeit sollte schließlich mit reinem Herzen beginnen.
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(ab/.rufo)
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