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| Die Metrostation Komsomolskaja gilt als eine der eindrucksvollsten Stationen in Moskau. Gebaut wurde sie 1952 (Foto: Ballin/.rufo) | |
Mittwoch, 11.03.2009
Moskau investiert 13 Milliarden Euro in Metro-Bau
Moskau. Die Moskauer U-Bahn erhöht das Tempo: Bis 2015 sollen knapp 40 neue Stationen und de facto eine neue Ringlinie gebaut werden. Die Investitionen liegen bei 590 Milliarden Rubel (13 Milliarden Euro).
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Schätzungsweise neun Millionen Menschen nutzen täglich die Moskauer U-Bahn. Die Metro ist damit das wichtigste und wegen der vielen Staus zugleich auch das zuverlässigste Verkehrsmittel der Metropole.
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Freilich ächzt auch die Metro unter dem Andrang der vielen Passagiere. Zwar wurden in den letzten Jahren mit viel Pomp einige neue Stationen eröffnet, aber mit der Verlängerung der Linien wurde das Problem der Überlastung nicht gelöst, sondern eher noch verschärft.
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Neuer Halbring im Norden Moskaus geplant Nun sollen daher auch eine neue Linie in Betrieb genommen werden. Entlastung verspricht sich Metrochef Dmitri Gajew von einem neuen Außenring, der die ins Zentrum führenden Metrolinien schon in den Außenbezirken Moskaus miteinander verbindet. Der Ring, genauer gesagt ein Halbring, da er nicht ganz um Moskau herumführt, heißt in den Planungen der Metrobauer „Umsteige-Kontur“. Kontur wohl deshalb, weil er den Umriss der jetzigen Ringlinie im Zentrum im Norden „nachzeichnet“.
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Derzeit nutzen etwa 72 Prozent der Moskauer die Ringlinie im Zentrum zum Umsteigen. Durch den Außenring soll die Belastung um 20 Prozent sinken. „Wir erwarten, dass über 1,5 Millionen Passagiere täglich den neuen Ring zum Umsteigen nutzen werden“, sagte Gajew auf einer Pressekonferenz.
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Geld aus dem Moskauer Etat Das Geld für die Erweiterung der Metro kommt vor allem aus der Stadtkasse. Mit über 7,5 Milliarden wird der Bau aus dem städtischen Budget finanziert, weitere 5,5 Milliarden stammen aus dem Staatshaushalt.
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| Die Station Elektrosawodskaja wurde erst vor kurzem nach langer Reparatur wieder freigegeben | |
Trotz der Krise werde die Metro nicht weniger Stationen als geplant in Betrieb nehmen, versprach Gajew - allein in diesem Jahr sind fünf neue Stationen geplant. Das kann durchaus als Konjunktur-Programm der Moskauer Stadt-Regierung gelten. Immerhin sichert sie durch den Bau einige zehntausend Arbeitsplätze.
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Einheitsbrei statt Originalität Gespart wird allerdings am Aussehen der neuen Stationen. In den nächsten zwei Jahren sollen einheitliche Modelle für die neuen Stationen erarbeitet werden, zudem wird nach Aussage Gajews am Dekor der Stationen gespart. Damit werden die neuen Metrostationen wohl eher an die schmucklosen Zweckbauten der 60er – 80er Jahre erinnern.
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In der Zeit fehlte der Sowjetunion schon das Geld (und die Ideen), um die Metro glanzvoll – quasi als Ersatz für die niedergerissenen orthodoxen Sakralbauten – zu gestalten. Erst in den letzten Jahren sind dank fließender Petrodollars wieder einige originelle Stationen entstanden, u.a. Park Pobedy und Trubnaja.
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Wegen der Krise bleibt Originalität nun also auf der Strecke. Im Gegenzug soll die Moskauer Metro nach über 70 Jahren ihres Bestehens endlich behindertengerecht werden. Fahrstühle für die neuen Stationen seien geplant, teilte der Metro-Chef mit.
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