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| Für den Mord an ihrem Pflegesohn bekommt das Ehepaar lebenslänglich bzw. 16 Jahre Haft. (Foto: RIA Novosti) | |
Montag, 14.12.2009
Moskau: Kindermörder bekommt lebenslange Haftstrafe
Moskau. Das Moskauer Gebietsgericht hat einen 32-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt; seine 21-jährige Ehefrau muss 16 Jahre ins Gefängnis. Sie haben ihre drei Pflegekinder systematisch gequält und eines davon grausam ermordet.
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Der Fall erregte im Januar dieses Jahres großes Aufsehen. Im Moskau Gebiet war unter einer Brücke die Leiche eines dreijährigen Jungen aufgefunden worden. Das Kind war erst misshandelt und dann lebendig ins Wasser geworfen worden, wo es ertrank.
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Die Spuren führten schnell zu den Tätern – Wladimir Gretschuschkin und Airini-Sofia Baskaja. Sie hatten erst im Dezember 2008 drei Kinder aus Moldawien adoptiert und sich mit ihnen in einem Dorf im Gebiet Moskau niedergelassen.
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Unterernährt und geprügelt Das Ehepaar erwies sich jedoch als völlig unfähig (oder unwillig), für die Kinder zu sorgen. Danila (geb. 2005), Anastasia (geb. 2006) und Anatoli (geb. 2007) bekamen weder genug zu essen noch passende Kleidung und wurden ständig geschlagen.
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Tod im Flugzeug nach Bangkok Den kleinen Anatoli nahmen die Eheleute im Dezember 2008 mit auf eine Ferienreise nach Thailand. Das durch die schlechte Behandlung geschwächte und kranke Kind starb allerdings noch auf dem Flug nach Bangkok.
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Im Januar 2009 entschieden sich Gretschuschkin und Baskaja nach Ansicht des Gerichts, den dreijährigen Danila loszuwerden. Am 24. Januar fuhren sie gemeinsam zu einer Brücke, wo sie das Kind ins Wasser warfen; vorher hatten sie ihm eine Autobatterie an den Körper gebunden.
Im Zuge der Aufklärung fanden die Ermittler im Haus der Täter die völlig entkräftete zweijährige Anastasia. Nach der Tat flüchtete das Paar nach Perm, um „sich zu erholen“. Es wurde am 5. März auf der Rückfahrt im Zug Perm-Moskau verhaftet.
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„Ein milderes Urteil war nicht möglich“ Am 21. November hatten Geschworene die „Rabeneltern“ für schuldig erklärt, und nun erging das zu erwartende strenge Urteil: Wladimir Gretschuschkin erhält lebenslange Haft, seine Ehefrau 16 Jahre.
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Nach den Worten der Vorsitzenden Richterin ist das Urteil „am gerechtesten“, meldet RIA Novosti. Eine begrenzte Haftstrafe „wäre für solch eine Tat allzu weich gewesen“. Ob die Verteidiger der Verurteilten in Berufung gehen werden, ist noch nicht klar.
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