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Russland-Aktuell
Die Netzeitung von .RUFO
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| Donnerstag, 14.01.2010 | |||
Moskau: Polizist erschießt Schneepflug-Fahrer |
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Der Amok-Lauf eines Reviervorstehers in einem Supermarkt war offenbar noch nicht das Ende der Fahnenstange. Denn erneut muss die Moskauer Miliz einen schweren Image-Schlag verkraften – trotz eines echten Fahndungserfolgs: Denn jener Autofahrer, der am 26. Dezember mitten in der Nacht mit einer Pistole mit Hartgummigeschossen den 60 Jahre alten Fahrer eines Schneeräumfahrzeuges tödlich verletzte, erwies sich jetzt als Kollege.
Mutmaßlicher Täter in der Polizei-Verwaltung tätigNach Angaben der Ermittlungsbehörde der Staatsanwaltschaft wurde wegen der Aufsehen erregenden Bluttat ein 39 Jahre alter Oberstleutnant der Polizeibehörde festgenommen. Anatoli Maurin sei leitender Spezialist in der Beschaffungs-Abteilung des Innenministeriums für Zentralrussland. Hintergrund der Tat war ein Bagatell-Unfall: Gegen 3.30 Uhr touchierten sich auf dem Sewastopolski Prospekt das Winterdienstfahrzeug und der Nissan des Täters. Dabei wurde an dem Geländewagen des Polizisten ein Außenspiegel abgerissen. Schüsse mit maximalem Schmerz-ResultatZwischen den beiden Fahrern entstand ein Streit – bei dem der Autofahrer schließlich dem Winterdienstmann aus nächster Nähe Hartgummigeschosse ins Knie und in die Leistengegend feuerte. Das 60-jährige Opfer starb später in der Kabine seiner Maschine an einem Schmerzschock. Luschkow: Alle Ermittler an die Front!Nach der Erschießung des Winterdienst-Mannes hatte Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow die Moskauer Polizei aufgefordert, die besten Ermittler einzusetzen, um den Täter zu finden. Das Geschehen sei eine "himmelschreienede Ungeheuerlichkeit". Bei früheren Aufsehen erregenden Morden in Moskau hatte sich Luschkow nie so sehr erregt, bemerkten russische Medien. Wie die Ermittler auf die Spur ihres sadistischen Kollegen kamen, wurde bisher nicht genannt. Angeblich war am Tatort ein abgerissenes Teil des Täter-Autos gefunden worden. Auch die Aufnahmen von Überwachungs-Kameras können ihren Teil beigetragen haben – ungeachtet der Tatsache, dass den Moskauer Behörden von einem Kamera-Aufsteller monatelang gefälschte Bilder geliefert worden waren. |