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| In jeder Wohnung ein potentieller Gesetzesbrecher: Wer sein Quartier nach Gutdünken umbaute, konnte in Moskau bisher schnell einen Regelverstoß begehen (Foto: ld/.rufo) | |
Mittwoch, 21.09.2011
Moskau: Schranken an Hoftoren und mehr Remont-Freiheit
Moskau. Die Moskauer Stadtregierung will den Bürgern das Leben leichter machen – zumindest in gewissen Teilbereichen. Wer seine Wohnung renoviert, soll nicht mehr für banale Veränderungen Genehmigungen brauchen.
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So manche Moskauer Wohnungsbesitzer werden wohl erst aus den aktuellen Meldungen über die Abschaffung dieser Vorschriften erfahren, was bisher eigentlich alles genehmigungspflichtig war, wenn sie ihre Wohnung auffrischten.
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Der klassische "Remont" wird legalisiert Ab dem 1. Dezember sollen jedenfalls Veränderungen wie die Verglasung von Balkonen, das Zumauern von Türen wie auch das Öffnen von Durchlässen in nicht tragenden Wänden, das Versetzen von Sanitärobjekten in den Grenzen bestehender Küchen, Bäder oder Toiletten oder die dortige Installation von Zusatzeinrichtungen wie einem Heizsystem nicht mehr genehmigungspflichtig sein.
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Selbst die Neuverlegung von Linoleum oder die Verlegung von Parkett in Moskauer Wohnungen bedurfte bisher offiziell einer amtlichen Genehmigung. 50 bis 70 Prozent aller Umbaumaßnahmen werden damit von administrativen Hürden befreit, heißt es.
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Wie Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte, hätten die Moskauer Behörden vor einigen Monaten schon die Genehmigungspflicht für Klimaanlagen aufgehoben.
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Genehmigungspflichtig ist nur Statik-relavantes Von den jährlich 300.000 Wohnungsrenovierungen – bei denen zu einer großen Zahl vermutlich derartige „Umplanungen“ erfolgten, wurden ohnehin nur 14.000 amtlich genehmigt. „Warum sollte man Umbauten eigens genehmigen, die die Sicherheit der Wohnräume und der Gebäude insgesamt nicht betreffen“, räsonierte Sobjanin.
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Maxim Reschetnikow, Vizechef der Bürgermeisteramts-Verwaltung erklärte, dass die bisherige Liste der zu genehmigenden Umbauvorhaben „veraltete und überflüssige“ Forderungen enthalten habe. Sie stamme noch „aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts“. Die Behörden sollten sich nicht für die innere Konfiguration der Wohnungen interessieren, sondern nur die Sicherheit des Aufenthalts darin gewährleisten.
Schranken sollen Fremd-Parker draußen halten Eine andere heute bekannt gewordene Initiative der Stadtverwaltung betrifft die Höfe im Moskauer Stadtzentrum: Wenn die Anwohner gemeinsam entsprechende Eingaben machen, wird die Stadtverwaltung ihnen die Aufstellung von Schranken an den Hofzufahrten finanzieren. In letzter Zeit seien die Klagen über von Fremden zugeparkte Höfe und deren Benutzung als Schleichwege immer stärker geworden, heißt es.
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Allerdings müssen die Anwohner im Gegenzug einen Wachdienst finanzieren, der in Zusammenarbeit mit den Behörden in den Höfen für Ordnung sorgt. Die freie Zufahrt für Hilfsdienste und Polizei muss ebenfalls gewährleistet bleiben.
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