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| Viel Volk beim Stadtgeburtstag. Wollten die Täter Panik durch einen Anschlag auslösen? (Foto: Ballin/.rufo) | |
Mittwoch, 09.09.2009
Moskau: Terroranschläge in Turnschuhen vereitelt
Moskau. Der russische Geheimdienst FSB hat eigenen Angaben nach zwei schwere Terroranschläge auf Moskau verhindert. Die Attentäter planten offenbar Sprengstoffanschläge zum Stadtgeburtstag – mit Bomben in Turnschuhen.
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Das Schema der Anschläge sah wohl wie folgt aus: Einer der Attentäter sollte sich unter die Menschenmassen mischen, die am Wochenende den Stadtgeburtstag der russischen Hauptstadt feierten. Dort sollte er sich in die Luft sprengen. Neben dem „klassischen“ Sprengstoffgürtel sollen auch die Turnschuhe des Terroristen mit Detonatoren gefüllt gewesen sein.
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Doppel-Selbstmord in Moskau geplant Die Organisatoren des Stadtgeburtstags haben über vier Millionen Besucher bei den Veranstaltungen zur 862-Jahr-Feier Moskaus gezählt. Viele Stadtparks waren überfüllt mit Menschen, allein auf dem Allrussischen Ausstellungsgelände WWZ (früher WDNCh) waren Hunderttausende unterwegs. Ziele gab es zuhauf, eine Bombe hätte sicher viele Tote gefordert und Panik unter der Bevölkerung ausgelöst.
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Der zweite Täter sollte am 7. September mit dem Zug aus Kisljar (Dagestan) in Moskau ankommen. Dort sollte er sich ebenfalls in die Luft sprengen und die Unsicherheit der Bevölkerung noch erhöhen.
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Pläne in Tschetschenien ausgeheckt Der russische Geheimdienst erfuhr von diesen Plänen durch die Verhaftung tschetschenischer Untergrundkämpfer, die Bomben in Grosny zünden sollten. Bei Befragungen machten die Separatisten auch Angaben über die geplanten Anschläge in Moskau.
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Den ersten der beiden Täter fasste die Polizei noch im Kaukasus. Es soll sich um den Tschetschenen Bekhan Aspanow gehandelt haben. Bei der Verhaftung wurde er erschossen. Die Polizei fand anschließend das Ticket nach Moskau unter einem falschen Namen, einen gefälschten Pass und den an Leib und in Schuhen versteckten Sprengstoff.
Dem zweiten Täter, Islam Batajew, gelang es immerhin bis nach Moskau zu gelangen und sich in einer Wohnung einzumieten. Dort wurde er allerdings durch die Informationen aus Tschetschenien verhaftet. Nach seiner Festnahme soll er die geplante Tat bereits gestanden haben.
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Erfolgsmeldung im richtigen Moment Die Mitteilung über die vereitelten Sprengstoffanschläge kommt gerade rechtzeitig. In Moskau wird dieser Tage der Opfer mehrerer Sprengstoffanschläge auf Wohnhäuser gedacht. Genau vor zehn Jahren, in der Nacht vom 8. auf den 9. September 1999, wurde so ein Wohnhaus in der uiza Gurjanowa gesprengt. Bei dem Anschlag kamen 106 Menschen ums Leben.
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Nur vier Tage später wurde ein weiteres Wohnhaus in Moskau gesprengt. 124 Menschen fanden dabei den Tod. Die Rolle des Geheimdienstes bei diesen Anschlägen ist bis heute nicht geklärt.
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Im September 1999 verhinderten aufmerksame Hausbewohner in Rjasan möglicherweise einen weiteren Anschlag, als sie einen Verdächtigen, der Säcke in den Keller schleppt der Polizei melden. In den Säcken ist Sprengstoff – später erklärte der FSB es habe sich dabei lediglich um ein Training gehandelt.
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