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| Moskauer Hotel National bald in privater Hand. (Foto: newsru.com) | |
Mittwoch, 08.06.2011
Moskau übergibt Luxushotel National in private Hände
Moskau. Die Stadt Moskau wird das Hotel „National“ am Roten Platz im Rahmen eines Programms zur „Mobilisierung von Einnahmen“ im Stadtbudget in private Hände verkaufen. 2010 wurde das Haus auf eine Milliarde Rubel geschätzt.
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Die Gäste des letzten Zaren, reiche Kaufleute und Größen der russischen vorrevolutionären Kultur wie Schaljapin, Rimski-Korsakow und Bunin sind in der 1903 eröffneten Luxusherberge abgestiegen. Während des Oktoberaufstands in Moskau hatte sich die Konterrevolution in dem Gebäude festgesetzt, wurde aber mit Waffen vertrieben.
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Dann zogen die Führer der ersten Sowjetregierung nach dem Umzug aus Petrograd 1918 provisorisch hier ein. Lenin und die Krupskaja haben hier gewohnt; ebenso Dserschinski, Swerdlow und Trotzki. Später wurde das Luxushotel in ein Wohnheim für Regierungsangehörige verwandelt.
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Einrichtung aus nationalisierten Adelssitzen In den 1930er Jahren bekam das berühmte Haus an der Ecke Roter Platz/Twerskaja-Straße seine ursprüngliche Funktion zurück, wurde aber zunächst generalüberholt. Die neue Möblierung stammte zum großen Teil aus requirierten Adelshäusern, unter anderem aus dem Anitschkow-Palast in St. Petersburg und dem Palast in Zarskoje Selo.
Wegen der hohen Preise wählten selbst ausländische Touristen nur selten das „National“ als Herberge. In der Stadt hatte es den Ruf eines Geldgrabes, trotz seiner exklusiven Lage am Manege-Platz direkt gegenüber dem Kreml. Im Laufe der Perestroika folgte eine Generalsanierung, und erst 1995 öffnete das Haus erneut seine Türen.
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Kaufpreis rund eine Milliarde Rubel Zugleich erhielt das Gebäude den Status eines „Geschichts- und Kulturdenkmals von föderaler Bedeutung“. Heute gehört das „National“ zu den besten Fünfsterne-Hotels der Welt. Gemanagt wird es von der internationalen Hotelkette „Le Meridien“.
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Trotz des ausländischen Betreibers befindet sich das Haus zu hundert Prozent im Besitz der Stadt Moskau und wird ausschließlich von russischem Personal bedient. Eine Schätzung von 2010 taxiert die Immobilie auf eine Milliarde Rubel (25 Millionen Euro).
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Moskau erhofft sich durch Überführung eines Teils seines Immobilienbesitzes die Erwirtschaftung von zusätzlichen 13 Milliarden Rubel (325 Millionen Euro) für den Stadthaushalt. Geplant ist die Privatisierung bis 2013.
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