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| Feuershows sind auch in Moskauer Klubs ein häufiges Ritual - die Sicherheit spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle (Foto: Archiv/.rufo) | |
Montag, 07.12.2009
Moskau verbietet Feuerwerk in geschlossen Räumen
Moskau. Die Tragödie von Perm soll sich in Moskau nicht wiederholen. Die Stadtverwaltung will Pyrotechnik in geschlossenen Räumen generell verbieten. Besondere Aufmerksamkeit gilt den anstehenden Weihnachtsfeiern für Kinder.
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Der Dezember ist traditionell die Zeit in Russland, wo die Kinder zur Jolka (dt: Tannenbaum), einem russischen Weihnachtsfest gehen. Der Ablauf der Jolka ist an sich wenig feuergefährlich. Meist wird den Kindern ein Märchen vorgespielt, anschließend rufen sie den russischen Weihnachtsmann Ded Moros und seine Begleiterin Snegurotschka und müssen selbst Gedichte vortragen und Lieder singen.
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Einziger potenzieller Gefährdungspunkt bei dem Programm ist, wenn die elektrischen Kerzen am Weihnachtsbaum angezündet werden. Ein Feuerwerk ist eigentlich nicht vorgesehen. Völlig ausgeschlossen werden konnte solch ein zusätzliches „Highlight“ bislang allerdings nicht, viele Veranstalter versuchen sich mit mehr oder weniger originellen Neuerungen zu überbieten.
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Sicherheit geht vor bei Veranstaltungen mit Kindern Nun fordert Moskaus Oberbürgermeister Juri Luschkow für alle Veranstaltungen mit Kindern besondere Sicherheitsmaßnahmen. Genauere Angaben gibt es noch nicht.
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Die Verordnung zur Verschärfung der Feuerschutzmaßnahmen soll in den nächsten Tagen von Luschkow unterschrieben werden. „In Kürze kommt eine Verordnung heraus, die Manipulationen mit Feuer überall verbietet, darunter auch in Klubs und Konzertsälen“, kündigte Luschkow auf einer Pressekonferenz an.
Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten In Perm war am Freitagabend bei einer Betriebsfeier des Nachtclubs „Lahmendes Pferd“ ein Feuerwerk gezündet worden. Die Funken hatten in Sekundenschnelle die niedrig hängende Decke des Raums entzündet. Bei dem Brand kamen 112 Menschen ums Leben.
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Auch in Moskau ist es in vielen Clubs Tradition, am Wochenende ein Feuerwerk anzuzünden. Nach Angaben der Boulevardzeitung „Komsomolskaja Prawda“ wissen die meisten Angestellten in der Bar dabei nicht einmal, wo die Feuerlöscher sind.
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Vor zwei Jahren war es so auch in Moskau bei einer Pyro-Show zu einem schweren Brand gekommen. In dem Striptease-Club 911 kamen bei einer Flammenshow elf Menschen ums Leben.
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Korruption ist schuld Ob sich durch die Verschärfung der Brandschutzbestimmungen die Unglücksfälle vermeiden lassen, bleibt abzuwarten. Die Gesetzgebung ist auch jetzt schon relativ streng. „Die Strenge des russischen Gesetzes wird durch seine Nichteinhaltung abgemildert“, heißt ein russisches Sprichwort aber nicht zu Unrecht.
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Oftmals setzen sich Geschäftsleute über geltendes Gesetz hinweg. Die zuständigen Beamten drücken in der Regel ein Auge zu, weil sie mitverdienen. So bleibt die Korruption das größte Problem in Russland.
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