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| Angepasste Avantgarde-Architektur a la Egeraat - demnächst vielleicht auch schräg gegenüber des Kreml ? | |
Mittwoch, 11.05.2005
Moskauer Architektur: un-proletarische Avantgarde
Moskau. Die Baupolitik der russischen Hauptstadt treibt immer neue Blüten. Neben der neuen Tretjakow-Gallerie soll jetzt ein Gebäudekomplex aus fünf Glas-Türmen entstehen. Sein Name: Russische Avantgarde.
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Dem neuen Bauvorhaben des niederländischen Architekturbüros um Erik van Egeraat wird wohl ein Unikat der Moskauer Parklandschaft weichen müssen. Denn der gewählte Platz liegt dort, wo sich zurzeit noch der Skulpturen-Park befindet. Neben der neuen Tretjakow-Galerie stehen dort bisher reihenweise die nach dem Zusammebruch der Sowjetunion gestürzten Denkmäler von Lenin, Stalin und Dserschinski.
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Fünf Türme für den Fortschritt
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Die fünf Türme des Komplexes werden nach russischen Künstlern der Avantgarde aus dem letzten Jahrhundert benannt werden. Kasimir Malewitsch, Wassili Kandinsky, Alexandra Exter, Ljubow Popowa und Alexander Rodtschenko sollen Moskau auch architektonisch in die Zukunft hieven. Ihre Namen sollen Garanten für architektonischen Fortschritt sein.
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Im Gespräch waren anfangs auch andere Standorte für die „Russische Avantgarde“. Möglich gewesen wäre beispielsweise der Bau in der Nähe des neu entstehenden Geschäftszentrums „Moskwa-City“. Von den Bauherren ursprünglich bevorzugt war ein Platz näher am Denkmal für Peter den Großen. Dort hätten die Gebäude den Blick auf eine Kirche versperrt, was den Bau verhindert hat.
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Geld statt Grün
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Neben der Tretjakow-Gallerie am Krymski Wal wird dies nicht geschehen. Nur das Denkmal Peter des Großen wird, nach Angaben der Zeitung „Isvestija“, nicht mehr von überall zu sehen sein – was vielen Moskauer durchaus recht ist.
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Schmerzhafter hingegen wird der Verlust des Skulpturen-Gartens sein. Statt eines grünen Ruhepoles in der hektischen Stadt wird es Stahl, Glas und Beton für die besser verdienenden Teile der Gesellschaft geben. Wie genau die Nutzung der „Russischen Avantgarde“ aussehen soll, ist bisher noch unklar. Klar ist nur, dass sie kommen wird.
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(jb/.rufo)
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