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| Zu Sowjetzeiten gab es am 1. Mai traditionell Großdemonstrationen. Inzischen hat das Interesse nachgelassen (Foto: Archiv) | |
Freitag, 28.04.2006
Moskauer demonstrieren am 1. Mai alkoholfrei
Moskau. Bis zu 90.000 Teilnehmer werden bei den Demonstrationen am 1. Mai erwartet. 4.000 Polizisten und zusätzliche Reservisten sollen für Ordnung sorgen. Im Stadtzentrum gilt ein Alkoholverbot.
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Mit roten Fahnen und an sozialistische Zeiten erinnernde Losungen sind die Mai-Demonstrationen ein großes Spektakel – vor allem für Touristen und Nostalgiker. Für die Moskauer Polizei dagegen sind sie eine logistische Herausforderung und Stress pur.
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Videoüberwachung und Hundestaffeln
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In diesem Jahr erwartet die Moskauer Stadtregierung 50.000 - 90.000 Teilnehmer. Die Gewerkschaften und zahlreiche politische Parteien haben Kundgebungen angekündigt – darunter auch die Regierungspartei „Einiges Russland“ (Jedinaja Rossija).
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Traditionell haben Sozialdemokraten und Kommunisten Demonstrationen angekündigt. Es ist zu erwarten, dass sich diesem Protestzug auch Anarchisten und Anhänger der verbotenen Nationalbolschewistischen Partei um Eduard Limonow anschließen.
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In der Vergangenheit kam es nicht selten zu handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen politischen Lagern. Deshalb lassen die Verantwortlichen der Moskauer Stadtverwaltung die Parteien auch in diesem Jahr wieder entlang unterschiedlicher Routen marschieren. Eine führt mitten durch das Zentrum über die zentrale Verkehrsstraße Twerskaja.
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Polizei-Großaufgebot und Alkoholverbot sollen Demos im Rahmen halten
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Insgesamt bietet die Hauptstadtpolizei 4.000 Mann auf, darunter berittene Polizei und Hundestaffeln. Außerdem werden alle Straßen, auf denen die Demonstranten ins Zentrum ziehen, sowie die Kundgebungsplätze mit Videokameras überwacht.
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Am wichtigsten aber, so der für die Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften zuständige Verwaltungsleiter der Stadt Moskau, Nikolai Kulikow, sei das Alkoholverbot entlang der Demonstrationsstrecke und im Zentrum der Stadt. Wenn man den erhitzten Köpfen nicht einschenke, dann gebe es auch keine Schlägereien, hofft Kulikow.
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(cj/.rufo)
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