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| Im Hotel Sowjetski befindet sich das berühmte Restaurant und Variete Jar (Foto: Archiv) | |
Freitag, 12.09.2008
Moskauer Hotels: Direkter Draht zur Migrations-Behörde
Moskau. Fünf Moskauer Hotels haben ab sofort eine direkte elektronische Verbindung zum Föderalen Migrationsdienst (Federalnaja Migrazionnaja Sluschba, FMS). Die Registrierung bei der Behörde soll so vereinfacht werden.
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In einem ersten Versuch wird in den fünf Moskauer Hotels „Metropol“, „Budapest“, „Pokrowka Suite“, „Elegant“ und „Sowjetski“ ein neues Meldesystem getestet. Mussten die Hotels bisher die Pässe von neu angereisten Gästen einsammeln und bei den zuständigen Moskauer Behörden zur Registrierung abgeben, so geschieht die Datenübermittlung in den fünf Hotels jetzt elektronisch.
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Das Personal an der Rezeption gibt die nötigen Informationen direkt beim Check In an den Föderalen Migrationsdienst weiter. Pass- und Visa-Informationen sowie Informationen über staatenlose Gäste gehen sofort an die Datenbank der Behörde. Wie üblich prüft der Migrationsdienst die Daten. Anschließend erhält das Personal an der jeweiligen Hotel-Rezeption das Okay für den Stempel im Pass – oder eben auch nicht.
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Direkte Datenweitergabe von der Rezeption an russische Behörde Laut den Behörden vereinfacht und verkürzt die neue Methode das Registrierverfahren. Dennoch werden die internationalen Datenschutzbestimmungen eingehalten. Ohne die direkte Verbindung zur Datenbank dauerte die Registrierung bisher mindestens einen Tag.
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Nachdem die Testphase des elektronischen Registrierungs-Systems im Oktober abgelaufen ist, plant der FMS weitere Hotels mit seiner Datenbank zu vernetzen.
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Die neue Methode könnte sich auch als effektive Maßnahme gegen eine verbreitete, illegale Praxis erweisen: Bisher gibt es eine Vielzahl von kleinen Firmen, die „schnelle und günstige Registrierung“ anbieten. Diese Firmen haben zum Teil illegale Absprachen mit Hotelpersonal.
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Sie liefern dem „gekauften“ Empfangspersonal des Hotels den Pass eines Kunden ab. Gegen ein abgesprochenes „Trinkgeld“ stellt das Empfangspersonal einen Beleg aus, der bestätigt, dass der Passbesitzer in dem Hotel wohnt.
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Auf diese Weise verdient sich das Hotelpersonal ein Taschengeld dazu und der Tourist spart sich Behördenlauferei.
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Dumm aus der Wäsche guckte bisher die Migrationsbehörde, die keine brauchbaren Daten über die tatsächliche Zahl der Hotelgäste besaß.
(dv/cj/.rufo)
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