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| Die Moskauer Metro befördert täglich bis zu neun Millionen Passagiere - sie ist ausgelegt auf sieben Millionen! (Foto: Jahn/.rufo). | |
Donnerstag, 20.12.2007
Moskauer Metro: 63 Prozent der Passagiere haben Angst
Moskau. Die Mehrzahl der Passagiere fühlt sich in der Moskauer Metro nicht sicher. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Online-Portal „Superjob“ unter seinen registrierten Nutzern durchführte.
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63 Prozent der Teilnehmer an der Dezember-Umfrage des Portals halten die Metro für keinen sicheren Ort. An den Ein- und Ausgängen der Metrostationen gebe es keine ausreichende Sicherung, die etwa Obdachlose, Taschendiebe oder gar Terroristen am Eintreten in das unterirdische Tunnelsystem hindere.
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Vogelfrei im Waggon „Auch wenn die Polizei aufpasst – sie steht nur auf den Bahnsteigen und sieht bei weitem nicht alles. In den Waggons ist die Sicherheit gleich Null“, hinterließ einer der Respondenten der Online-Befragung einen Kommentar.
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Ihre Gesundheit sehen die Befragten aber auch durch das Fehlen von modernen Lüftungsanlagen und durch die „Menschen-Staus“ in den engen Tunnelröhren zwischen den Stationen gefährdet.
„Zu den Stoßzeiten ist die Gefahr sehr groß, wegen der Menschenmassen vom Bahnsteig zu fallen“, lautet der Kommentar eines Umfrage-Teilnehmers.
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Die allgegenwärtigen Polizei-Eskorten, die jeden Tag auf allen Moskauer Metro-Stationen herumstehen, und die Überwachungskameras können nur wenige Passagiere beruhigen. Lediglich fünf Prozent der Befragten glauben, dass die Nutzung der Untergrundbahn vollkommen risikofrei ist.
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Beschützer oder Terrorist? Auf die Frage „was denken Sie, ist gut für die Sicherheit der Bürger in der Moskauer Metro gesorgt“, antwortete etwa ein optimistischer Respondent: „Gar nicht so schlecht, wenn man sich zum Vergleich New York oder Paris ansieht. Obwohl ich vor kurzem einem Betrunkenen zwei Zähne ausschlagen und ihm die Hand brechen musste, weil er einem Mädchen die Tasche abnehmen wollte.“
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Das Job-Portal Superjob führt regelmäßig Online-Umfragen unter den registrierten Nutzern durch. Dank der Registrierung verfügt das Portal nach eigenen Auskünften über die notwendigen demographischen Daten, um eine wissenschaftlich fundierte Befragung durchzuführen.
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Die registrierten Nutzer seien seriöse Menschen über 18 Jahren. Schließlich bewürben sie sich über das Portal bei potenziellen Arbeitgebern. Allein deshalb trügen sie dafür Sorge, dass ihre Daten richtig und aktuell seien.
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Auftraggeber von Superjob waren in der Vergangenheit unter anderem die staatliche Zeitung „Rossijskaja Gazeta“, das Russische Wirtschaftsministerium sowie die Unternehmen Sharp und Wrigley.
(cj/.rufo/Moskau)
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