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| Die Verkehrspolizei mag die Gazellen auf Moskaus Straßen nicht sonderlich (Foto: Djatschkow/.rufo) | |
Dienstag, 05.04.2005
Moskauer Sammeltaxis sollen sicherer werden
Moskau. Die russischen Sammeltaxis, liebevoll “Marschrutka“ genannt, sind eine beliebte wie verhasste Einrichtung im öffentlichen Nahverkehr. Zwar gelten sie als das billigste Transportmittel für Moskauer, die weit ab der Metrostationen wohnen. Doch andererseits verspricht eine Fahrt mit den Mini-Bussen Schlangen an den Haltestellen und hautengen Kontakt zu anderen Fahrgästen. Auch in Bezug auf Sicherheit lassen die Stadttaxis einiges zu wünschen übrig. Das soll sich nun ändern.
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Dies versprach jedenfalls Verkehrsminister Igor Lewitin bei einer Pressekonferenz zur Verkehrssicherheit im Personennahverkehr, berichtet die Iswestia. In den letzten Monaten hatte es in den Medien bereits massive Proteste gegen die Sammeltaxis vom Typ „Gaselle“ gegeben, der als besonders gefährlich für die Sicherheit der Fahrgäste gilt. Und gerade dieser macht den größten Anteil der Moskauer Marschrutkas aus: Im Vergleich zu importierten Minibussen sind die „Gasellen“ (Gazelle) des GAZ-Autowerks aus Nischni Nowgorod deutlich günstiger in der Anschaffung.
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Wir bauen uns ein Stadttaxi
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Allerdings sind sie eigentlich gar nicht für den Personentransport ausgerichtet und werden daher mit viel Erfindungskunst von den Fahrern entsprechend umgebaut. Dabei steht natürlich nicht die Sicherheit der Fahrgäste, sondern die größtmögliche Anzahl eingebauter Sitze im Vordergrund. Ein weiteres Problem sind die oft ungeübten und nicht an die Moskauer Verkehrssituation gewöhnten Fahrer, die als billige Arbeitskraft angeheuert und für bis zu 80% der Unfälle verantwortlich gemacht werden.
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Probesitzen für den Verkehrsminister
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In Nischni Nowgorod konnte Verkehrsminister Lewitin dann sogar am eigenen Leib erleben, wie sich eine Fahrt in der „Gaselle“ anfühlt. Der Werksdirektor wollte den prominenten Gast mit einer Probefahrt von der Ungefährlichkeit des Fahrzeugs überzeugen. Doch die Exkursion schien Lewitin nicht sonderlich von seinem bisherigen Standpunkt abzubringen. Er sprach vor Journalisten über die erschreckende Anzahl Toter und Verletzter im öffentlichen Nahverkehr und versprach, offizielle Standards für Stadttaxis einzuführen.
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Lewitin spricht baldiges Todesurteil für „Gasellen“ aus
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So sollen beispielsweise schon jetzt Gasellen ohne spezielles Gepäckfach aus dem Verkehr gezogen werden. Insgesamt gibt der Verkehrsminister den Gazellen zumindest auf Moskaus Straßen nur noch anderthalb bis zwei Jahre. Dann sollen bereits hochwertigere Fahrzeuge die altgedienten Sammeltaxis ersetzen.
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(aj./rufo)
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