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Ein noch ungewohnter Anblick: Die Nikolskaja als Fußgängerzone (Foto: Ballin/.rufo)
Ein noch ungewohnter Anblick: Die Nikolskaja als Fußgängerzone (Foto: Ballin/.rufo)
Dienstag, 12.11.2013

Moskaus Metamorphose: Aus Rennmeile mach Bummelmeile

Moskau. Moskau als Fußgängerparadies? Bisher galt in der russischen Hauptstadt nur der Autofahrer als Mensch. Das soll sich ändern. Das Zentrum wird verkehrsberuhigt. Parken ist schon jetzt ein Luxus in der Innenstadt.

Seit Anfang November ist Parken im Stadtzentrum kostenpflichtig. Innerhalb des Gartenrings, aber auch um das Geschäftszentrum Moskau-City werden nach und nach überall Parkuhren aufgestellt. Innerhalb des so genannten Boulevardrings kostet das Parken 80 Rubel (rund zwei Euro), andernorts sind es 60 Rubel (1,50 Euro) pro Stunde.

4.000 Euro im Jahr für einen Parkplatz


Ein Monatsabo innerhalb des Boulevardrings kostet gar 16.000 Rubel (400 Euro), das Jahresabo 160.000 Rubel (4.000 Euro). Wer sein Auto zwischen Boulevard- und Gartenring abstellt, zahlt im Monat 12.000 Rubel (300 Euro), im Jahr 120.000 Rubel (3.000 Euro).

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Überwachen wird die Parkordnung eine neue Behörde: Das Ordnungsamt Straßeninspektion. Die 500 Mitarbeiter machen Jagd auf Falschparker. Wer künftig seinen Parkschein nicht bezahlt, oder schlimmer: auf Fußgängerwegen, am Zebrastreifen, in zweiter Reihe oder in einer Bushaltestelle parkt, wird von den Inspekteuren abgestraft. Bisher war das Kassieren lukratives Vorrecht der Verkehrspolizei: „Doch Parken ist keine Polizeifunktion“, auch in Großstädten anderer Länder gebe es dafür spezialisierte Dienste, begründete der Verkehrsminister Moskaus Maxim Liksutow die Neuerung.

Fußgängermeilen entstehen um den Kreml


Doch allein mit Strafen ist es nicht getan, das hat die Stadtverwaltung erkannt. Darum wurden zuletzt bereits die Fußgängerzonen deutlich ausgebaut. Ein Beispiel dafür ist die Nikolskaja-Straße, die am GUM vorbei zum Roten Platz führt. Wo früher gelangweilte Chauffeure in ihren Luxusmaschinen warteten, sitzen heute Fußgänger auf Parkbänken.

Nach Angaben von Bürgermeister Sergej Sobjanin sollen weitere Straßen in Kremlnähe folgen. Speziell die geschichtsträchtige Warwarka haben die Beamten dabei im Blick, schließlich soll in ihrem Rücken an Stelle des abgerissenen Riesenhotels Rossija ein neuer Park entstehen.

Fußgängerwege verbreitert


Die Einkaufsmeile Twerskaja bleibt zwar prinzipiell befahrbar, doch wurde hier bereits das Trottoir stellenweise deutlich verbreitert – auf Kosten der Fahrbahn. 38 weitere Straßen sind an der Reihe, darunter die Pjatnizkaja, Mochowaja, Pretschistenka, Pokrowka und Marosejka.

Die meisten dieser Straßen stehen in Moskauer Reiseführern als besonders sehenswert. Es sei daher nötig, sie auch als Touristenwanderwege auszubauen, erklärte Liksutow.

Nahverkehr ausgebaut


Aber nicht nur Touristen sollen von der Moskauer Metamorphose profitieren. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs soll das eigene Fahrzeug quasi ersetzen. Der Bau der Metro geht dabei in schneller Folge voran. Am 9. November wurden so gleich zwei Stationen der violetten Linie (Tagansko-Krasnopresnenskaja Linia) eröffnet: Lermontow-Prospekt und Schulebino.

Daneben ist auch der Ausbau des Straßenbahnnetzes geplant. Die bisher 180 Kilometer Gleise sollen auf 300 Kilometer anwachsen. Die Verkehrslage in Moskau werde sich in den nächsten zwei bis drei Jahren deutlich verbessern, verspricht die Stadtregierung. Zur Stoßzeit werde es zwar immer noch Staus geben, aber das ständige Chaos, das die Stadt derzeit plagt, werde es nicht mehr geben.



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Der Winter ist eingezogen. Für ein paar Monate können sich die Russen in den Moskauer Parks an zahlreichen Eisskulpturen erfreuen. (Topfoto: Ballin)



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