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| Geschafft: Das Jahr 2004 hat Luschkow erfolgreich gemeistert (Foto: rufo) | |
Montag, 27.12.2004
Moskaus Stadtregierung übertrifft sich selbst
Moskau. Weniger versprechen, mehr halten, war das Motto der Moskauer Stadtregierung: Nach Angaben der Tageszeitung „Komsomolskaja Prawda“ haben die Stadtväter für die Verbesserung der Lebensqualität in Moskau deutlich mehr ausgegeben als sie erst zugesichert hatten. Juri Luschkow und seine Mannen dürfen sich zufrieden auf die Schultern klopfen. Der Statistik nach sind sie Volkshelden.
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In der Tabelle der „Komsomolskaja“ messen die Spalten „Versprochen“ und „Erfüllt“ ihre Kräfte miteinander. Kann man den Zahlen Glauben schenken, so hat sich die Moskauer Stadtregierung wahrhaftig einen rauschenden Applaus verdient.
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Sozialistische Planerfüllung
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Anfang 2004 hatte die Stadtregierung den Moskauern einiges versprochen, wie zum Beispiel die Gehälter um durchschnittlich 20% zu erhöhen. 21,9% Gehaltserhöhung sind es innerhalb der letzten neun Monate geworden. Ferner war von 21.800 neuen Arbeitsplätzen die Rede - hinzugekommen sind insgesamt 34.700 neue Stellen.
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Engagiert zeigte sich die Stadtregierung auch im Sozialsektor: Aus den angekündigten 19,68 Mio. Euro für Sozialhilfeleistungen wurden schließlich 19,79 Mio. Euro, aus den anfangs eingeplanten 149,0 Mio. Euro für Wohnungszuschüsse 210,1 Mio. Euro.
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Im Bereich Bildung erwies sich die Stadtkasse als großzügig. Es sind 24 Kindergärten und 21 Schulen gebaut worden. Geplant waren lediglich 18 Kindergärten und 19 Schulen. Gleichzeitig spendierte das Bürgermeisteramt 180.000 Euro mehr für Schulbücher als vorgesehen, so dass sich die Summe auf 17,02 Mio. Euro beläuft.
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Nur beim Wohnungsbau konnte der Plan nicht übererfüllt, sondern lediglich eingehalten werden. 4,5 Mio. Quadratmeter neuer Wohnraum waren versprochen worden und sollen bis Jahresende auch bezugsfertig sein.
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Die Investitionen in den Mittelstand in Höhe von 30,6 Mio. Euro haben sich dagegen effektiver ausgewirkt als gedacht. 1.087 neue Handelsunternehmen machten auf - statt der geplanten 620.
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Bürgerinitiativen und stadtverschönernde Maßnahmen wie Bäumchenpflanzen und Kuchenbacken wurden ebenfalls großzügig unterstützt: Die Zeitung berichtet von 58 Hektar neu angelegter Blumenbeete und von Tonnen eingekaufter Lebensmittel, die keinen Moskauer so schnell hungern lassen dürften.
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Gleichzeitig könnte er aber zu dürsten anfangen, denn es sollen rund 3,5 Mio. Flaschen Schwarzgebrannter im Laufe des Jahres 2004 beschlagnahmt worden sein.
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Um es kurz zu machen, das Jahr war ein voller Erfolg – statistisch gesehen.
(ali/.rufo)
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