 |
|
| Ausgeträumt - Der Traum von Moskau 2012 | |
Mittwoch, 06.07.2005
Olympische Spiele 2012: London statt Moskau
Moskau (Aktualisiert: 17:10 Uhr). Die Olympischen Spiele 2012 finden in London statt. Moskau schied bei der Endabstimmung des IOC in Singapur erwartungsgemäß bereits nach dem ersten Wahlgang aus.
|
|
Tausende russischer Olympia-Fans schwenkten am Roten Platz noch Fähnchen und tanzten voller Erwartung vor einer großen Bühne, als Moskau bereits als Austragungsort der Olympiade 2012 aus Rennen war. Doch das erfuhr die Menge vor der Basiliuskathedrale erst mit einiger Verspätung. „Wir haben gekämpft und das ist das wichtigste“, rief ein Redner.
Moskaus Oberbürgermeister Juri Luschkow hatte noch am Morgen angekündigt, seine Stadt könnte die “besten Olympischen Spiele aller Zeiten ausrichten”, zeigte sich aber als guter Verlierer. “Es wurde der Beste unter Gleichen gewählt”, sagte er in Singapur, “das war eine Wettkampf erster Klasse.”
Um die Olympiade 2016 werde Moskau sich nicht bewerben, sagte der Bürgermeister weiter. Denn nach London stünden die Chancen zu schlecht, dass erneut eine europäische Metropole den Zuschlag erhalten werde.
Putin warb auf Englisch für Moskau
Tony Blair und Jacques Chirac waren persönlich zum olympischen Entscheidungs-Endspurt nach Singapur geeilt. Putin schickte Premier Fradkow, Bürgermeister Luschkow – und eine Videokassette mit seiner Ansprache auf Englisch.
|
In recht passablem Englisch hatte Wladimir Putin dem olympischen Komitee erklärt, dass Moskau der ideale Austragungsort für 2012 ist. Moskau sei ein Treffpunkt der Nationen auf dem eurasischen Kontinent. Als Judoka, sagte Putin, sei er persönlich überzeugt von der Bedeutung des Sportes für sein Volk und die Welt.
Und darum, Ladies and Gentlemen, werde Russland ein zuverlässiger Partner der olympischen Bewegung bleiben – egal, wie die Entscheidung heute in Singapur ausfalle. Es war das erste Mal, dass ein Kreml-Chef eine offizielle Ansprache auf Englisch hielt.
|
Fragen zur Moskauer Bewerbung gab es kaum, vermelden Beobachter aus Singapur. Während alle anderen Kandidaturen zahlreiche Fragen seitens des Olympischen Komitees auslösten, wurden der Moskauer Delegation insgesamt nur zwei Fragen gestellt.
(gim/.rufo)
|
|
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>