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Manchmal ist ein Burger lebendiger als man es sich wünscht (Montage: liveinternet.ru)
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Montag, 23.07.2012

Onischtschenko: Hamburger sind nicht gut für Moskauer

Moskau. Russlands oberster Sanitätsarzt hat dazu aufgefordert, sich nicht durch ausländische Moden von einer gesunden Ernährung abbringen zu lassen. Kartoffeln bekämen dem Volk besser als Hamburger und Sushi.

Gesundheitshüter Gennadi Onischtschenko kommentierte heute den von einer Moskauerin publik gemachten Fund von lebenden Würmern in einem McDonalds-Gericht: „Hamburger, selbst ohne Würmer, sind nicht die richtige Ernährung für die Bevölkerung Moskaus und Russlands. Dieses Essen ist nicht unseres“, erklärte er.

Der Korrektheit halber sei hinzugefügt, dass sich die lebenden Speisezugaben nicht in einem Hamburger, sondern auf den Salatblättern eines McChicken der amerikanischen Fastfood-Kette befunden haben sollen. Dies erklärte die betroffene Moskauerin dem Radiosender Kommersant-FM.

Sie hätte die Würmer beim Verzehr des Gerichts im Auto bemerkt und sei zu der Filiale zurückgefahren. Der dortige Manager habe sofort das Geld für das Essen zurückerstattet und sich für die Reklamation bedankt.

Sanitätsbehörde ist einsatzbereit


Gennadi Onischtschenko erklärte, dass sich die Betroffene auch an seine Behörde wenden könne. Dann würden die entsprechenden Betriebe der „allerstrengsten Überprüfung“ unterzogen – „selbstverständlich im Rahmen des Gesetzes“. Seiner Meinung nach habe die Kundin Anspruch auf eine Entschädigung für ihren moralischen Schaden.

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• Essen ist gefährlich: Salate, Sushi und Gammelfleisch (21.10.2011)
• Amtsarzt Onischtschenko lobt Russlands Leitungswasser (18.08.2011)
Letzten Monat hatte Onischtschenko in ähnlicher Schärfe – und nicht zum ersten Mal - gegen Sushi-Restaurants in Russland gewettert. Er könne nicht verstehen, warum die Leute diesen „von Bandwurmeiern befallenen Fisch“ essen würden.

In der russischen Gastronomie fehle es an der Tradition und Qualifikation, rohen Fisch so zu behandeln und zuzubereiten, dass er nicht gesundheitsschädlich sei.

Zurück zu den Kohlköpfen


Russen sollten überhaupt essen, woran sich das „genetische Gedächtnis“ ihres Verdauungstraktes gewöhnt habe, empfahl der Chef der Sanitätsbehörde. Dies seien zum Beispiel „Fleisch, eingelegter Kohl und Kartoffeln“.

Die Auswahl des Kreml-Gesundheitswärters erinnert an einen eingängigen Slogan, mit dem in den 1990er Jahren gegen die Eröffnung der ersten Mc-Donalds-Restaurants in St. Petersburg protestiert wurde – wobei die Demonstranten eher im linksradikalen „anti-imperialistischen“ Lager denn in jenem der Gesundheitsfreaks anzusiedeln waren:

„Schtschi da kascha - pischa nascha!“ – zu deutsch: „Kohlsuppe und Buchweizengrütze, das ist unsere Kost!“



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Cello 08.08.2012 - 07:51

Unterscheiden

@jich

Bei den meisten von Ihnen genannten Lebensmittelkrankheiten handelt es sich um Viren und sind nicht immer die Ursache hygienischen Ursprungs. Auch sind einige (nicht in den zivilisierten Ihre Schreibweise ist fraglich,ob nun Russland zu diesen gezaehlt wird, oder werden kann) Ursprungs. Viren veraendern sich dauernd und werden vielfach ueber den natuerlichen (Rheinhard Mey besingt die Grenzenlosigkeit in einem Lied), und unnatuerliche (Flug-Eisenbahn- und Schiffspassagiere und Fracht) verbreitet. Was die Lebensmittelhygiene in Russland anbelangt entnehmen Sie indem man in Yandex nach obengenannten Vorgaben sucht und das Resultat fuehrt Erschreckendes zu Tage. Kindergarten, Tagesschulen, Jugend- und Ferienlager Altenheime und Kliniken, ueber einen kurzen Zeitraum sind zig negative Zeitungsinformationen betreffend Hygiene in obengenannten Institutionen zu finden. Selbsternannte „Genies“ der russischen Sprache maechtig und der Internet Bedienung gewandt, werden im Nu fuendig. Betreffend Lobbyismus teile ich Ihre Meinung. Lobbyismus ist leider ein weltweit verbreitetes Phaenomen und in jeder Branche zu finden.


jich 06.08.2012 - 18:32

Ihre Aussage betreffend teils miserabler Qualitaet beim Fleisch ist mehr als berechtigt.

Ist ja alles schlimm und so!
Nichtsdestotrotz haben Lebensmittelkrankheiten wie BSE, Maul- und Klauenseuche, Volgelgrippe, Schweinegrippe, EHEC usw komischerweise immer im Westen Ihren Ursprung. Wie kann es denn sein, dass in den zivilisierten Ländern in denen Metzger so gut ausgebildet sind und sogar erfolgreiche Musikproduzenten und TV-Moderatoren werden können, es dann zu solchen Skandalen und weltweiten Epidemien kommen kann?

Wie kommt es dazu das Lebensmittelgiganten wie Monsanto Millionen von Verbrauchern zu Versuchskaninchen machen und denen mit Antibiotika geimpftes, gen-modifiziertes oder gar geklontes Fleisch für teuer Geld verkaufen darf ohne dies in irgendeiner Art und weise auf der Verpackung zu vermerken?

Wieso schweigt der Verbraucherschutz oder die Gesundheitsbehörden? Korruption? Im Westen doch nicht! Hier nennt sich so etwas ´Lobbyismus´ und erleichtert das ´Zusammenarbeiten´ der Politik mit der ´unsichtbaren Hand des Freien Marktes´ - quasi Gesetze gegen Bares...


Cello 06.08.2012 - 12:49

Fehlendes KnowHow

@RU007

Ihre Aussage betreffend teils miserabler Qualitaet beim Fleisch ist mehr als berechtigt. Vorallem beim Rindfleisch ist dies sehr gut festzustellen. Sieht man sich die Ausslage in einem Shop an, so ist sehr leicht zu erkennen, dass der Russe NULL Ahnung von der Zerlegung in die Einzelnen Fleischstuecke hat. Entrecote, normal (Zwischenrippenstueck)wird in Russland praktisch gar nicht angeboten und wenn, dann ist es irgendetwas von der Huftregion. Rump- und Hoehrueckensteak, wie auch Filet vom Rind sind nicht erhaeltlich, oder aber nur importiert aus Latin- bzw. Suedamerika. Nach dem Zerlegen folgt normalerweise die Lagerung, doch auch da fehlt den russischen Metzgermeister gaenzlich das Wissen dessen. Ein Kotelett nennt sich in Russland beispielsweise ein Fleischbaellchen (Hamburgeraehnlich) hergestellt aus Hackbraet!


RU007 06.08.2012 - 12:24

Also bevor

amerikanische Fast Food Ketten verteufelt werden, sollte er lieber mal auf seine russischen eigene Produkte achten, welche mit Sicherheit gerade im Hygienischen Bereich nicht die besten sind. Fleisch im Supermarkt kann man meiner Meinung gar nicht kaufen, da es erstens nicht schmeckt und auch immer einen faden Beigeschmack hat. Ich habe echt viel versucht. Es gibt sehr gutes Fleisch, aber das ist richtig teuer und die normale Bevölkerung kauft das mit Sicherheit nicht!
Wenn es an Qualifikation mangelt, SOFORT nachholen! Wo ist das Problem? Ich möchte gar nicht wissen, wie manch \"russische Lebensmittel\" hergestellt werden.....


Stoll 04.08.2012 - 11:52

Wenn es an Tradition und Qualifikation fehlt, rohen Fisch für den Verbraucher unbedenklich zuzubereiten, dann wäre es doch an der Zeit dafür Angebote zu entwickeln, diesem Mangel an Qualifikation abzuhelfen.
Nur Kartoffeln, Kohl und Schweine und oder Rindfleisch, würde die Versorgung der Bevölkerung sehr vereinfachen. Dass Essen aber auch Genuss und Freude bereiten kann und sollte, scheint ihm entgangen zu sein.





Royaler 04.08.2012 - 11:09

Soviel in Sachen Gesundheit

Genetisch ... russisch ... lalala ... vom putinverseuchten Gesundheitsspitzenposten ... Makkes und Suschi also unrussisch ...
Wenn die ... Schweinchenbewegung
... siehe vorherige Berichterstattung zur Aufdeckung unhygienischer Verhältnisse in Supermärkten ... überall aktiv wäre, gäbe es innerrussisch wohl viel aufzudecken an Unrat, der dem Magen-Darm-Trakt schadet.

Interessant wäre überdies zu schauen, wie viele Waren denn tatsächlich aus Russland selbst kommen.
Natürlich lebt gesünder, wer von Datscha Nahrung existiert, zuviel Fett ist da sicher nicht dabei. Obwohl wohl auch die Frage besteht, ob sich die russische Küche schon reformiert hat, denn Vieles in der gediegenen russischen Küche ist ja doch auf die Schwerstarbeiter von ehemals eingestellt. Da kann der Körper durchaus quillen und braucht gar nicht mal die Aufstockung mit den Dickmachern aus Amerika. Facts wären gut, Herr Minister der Gesundheit, erstmal den eigenen Stall fegen! Vielleicht Maß halten und gesunde Ernährung propagieren, wie wär\'s denn damit?
Und dann wie in Europa und U.S.A. der Ernährungshit: Am besten ortsnah versoren in ... Kooperativen ... kennt man doch eigentlich aus alten Sowjettagen ... müsste gedanklich nur etwas modernisiert werden: ortsnahe Landwirtschaft in Kooperativen,
von Bürgern demokratisch praktisch gut, selbst organisiert.
bekäme dem russischen Magen-Darm-Trakt sicher bestens.
Da wird staatlicherseits, was die Förderung der russischen Landwirtschaft angeht nahezu gegen Null getan ... oder hab ich was eine Meldung wert wäre übersehen oder überlesen? ...
Zum Hüter der Gesundheit erstmal soviel.


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