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| Kein rassistisch motivierter Mord, glaubt die Polizei (Foto: www.newsru.com/NTW) | |
Montag, 24.04.2006
Rechte Gewalt in Russland eskaliert immer weiter
Moskau. Die Zahl fremdenfeindlicher Überfälle in Russland nimmt immer weiter zu. Während die Opferlisten länger und länger werden, verharmlosen die zuständigen Behörden das Problem noch immer.
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Der am Wochenende in der Moskauer Metro erstochene armenisch-stämmiger Student habe seinen Tod selbst provoziert, meldeten russische Medien am Montag unter Berufung auf Ermittlerkreise. Der 17-Jährige habe ein Mädchen beleidigt, deren Freund dann handgreiflich geworden sei. Die Tat werde daher inzwischen als Alltagsverbrechen eingestuft. Der mutmaßliche Täter, ein Moskauer Elftklässler, wurde inzwischen festgenommen und soll bereits ein Geständnis abgelegt haben.
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Angreifer kahlrasiert und mit Militärstiefeln
Zeugen hatten den Tathergang dabei ganz anders geschildert. Den Berichten zufolge war es in der Metro-Station „Puschkinskaja“ im Zentrum der Hauptstadt zu einer Messerstecherei zwischen zwei Gruppen von Jugendlichen gekommen, bei der der 17-jährige Wagan Abramjanz ums Leben kam. Die Täter seien kahlrasiert gewesen und hätten schwarze Lederjacken sowie Militärstiefel getragen.
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Der Vorsitzende der armenischen Diaspora-Vereinigung Ara Abramjan äußerte unterdessen scharfe Kritik an der Polizei, die die Tat nicht verhindern konnte. Schon an gewöhnlichen Werktagen sind überall in der U-Bahn Polizeistreifen im Einsatz, und am Osterwochenende waren die Streifen sogar noch verstärkt worden. Häufig kümmern sich die Ordnungshüter aber nicht nur um Recht und Ordnung, sondern führen lieber Passkontrollen bei südländisch aussehenden Passanten durch, um Wegezölle zu kassieren.
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Vorerst geht die Gewaltserie weiter. Am Montag wurde in Moskau ein Mann aus Tadschikistan von einer Gruppe Jugendlicher niedergestochen und verblutete auf dem Weg ins Krankenhaus. Sein Begleiter wurde bei dem Angriff schwer verletzt. In der Petersburger Metro wurde ein Türke zusammengeschlagen. Erst vor einigen Tagen war in Moskauer ein Aktivist der Antifa-Szene ermordet worden.
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(kp/.rufo)
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