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| Offiziell ist der Rechtsradikalismus in Russland eine Ausnahmeerscheinung. Der Moskauer Menschenrechtler Alexander Brod schätzt ihre Zahl aber auf 50.000 (Foto: rufo) | |
Freitag, 04.11.2005
Rechtsradikale wollen durch Moskau marschieren
Moskau. Rechtsextremisten planen am 4. November, dem neuen russischen Nationalfeiertag, einen Großaufmarsch in Moskau. Erstmals demonstrieren die sonst zerstrittenen rechtsradikalen Organisationen zusammen.
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Die Organisatoren erwarten am Freitag mehr als 2.000 Teilnehmer. Unter dem Motto „Die Russen marschieren“ wollen sie durch die Innenstadt ziehen. In Zukunft planen Rechtsextremisten, eine politische Partei zu gründen und für die Duma zu kandidieren.
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Diese neue Koalition besteht aus dem „Eurasischen Jugend-Verband (ESM)“, der Nationalen Patriotischen Front „Pamjatj“ („Gedächtnis“), der Bewegung gegen illegale Einwanderung (DPNI), der „Russischen Nationalen Union (RONS)“, der „Russischen Gesellschaftlichen Bewegung (ROD)“, den „Nationalen Patrioten Russlands (NPR)“ und anderen.
Trotz ihrer gemeinsamen Ablehnung der gegenwärtigen Regierung, gibt es zwischen ihnen erhebliche ideologische Differenzen. Deswegen ist auch unklar, wie eine solche Koalition funktionieren soll.
Schlägerei im Vorfeld
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Schon auf der Pressekonferenz, auf der der Aufmarsch angekündigt wurde, kam es zum Eklat. Meinungsverschiedenheiten zwischen den Anführern des ESM und der DPNI endeten mit wüsten gegenseitigen Beschimpfungen und einem Handgemenge.
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Pawel Sarifullin vom Eurasischen Jugend-Verband warf der „Bewegung gegen illegale Einwanderung“ mit ihrer Russland-den-Russen-Rhetorik eine „Provokation“ vor: „In unserem Heimatland wohnen nicht nur Russen.“ Auch die Angehörigen der anderen Völker Russlands „sind unsere Kameraden gegen unseren Hauptfeind USA. Bald werden wir gemeinsam in New York und London kämpfen.“ Sarifullin ist tatarischer Abstammung.
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Bislang führen einige russische Rechtsextreme ihren „Kampf“ vor allem gegen ausländische Studenten und Gastarbeiter in Russland.
Bei einer Attacke von etwa 20 Jugendlichen auf drei ausländische Studierende in der westrussischen Stadt Woronesch kam vor wenigen Wochen ein peruanischer Student ums Leben. Die Polizei stufte diesen Angriff jedoch nicht als ausländerfeindlich Aktion mit politischem Hintergrund ein, sondern als „Hooligantum“.
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(mr/.rufo)
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