 |
|
| Tadschikische Gastarbeiter haben in Russland keinerlei Rechte (Foto: www.newsru.com) | |
Dienstag, 01.03.2005
Schwarzarbeiter demonstrieren gegen Baukonzern
Moskau. Etwa 100 illegal beschäftigte Arbeiter eines russischen Bauunternehmens haben am Montag in Moskau gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und seit sechs Monaten ausbleibende Löhne protestiert. Die Männer aus Mittelasien forderten von dem Konzern „Don-Stroi“, ihnen eine Aufenthaltsgenehmigung zu beschaffen und Arbeitsverträge abzuschließen, meldeten russische Internetmedien.
|
|
Die nicht genehmigte Kundgebung wurde von der Polizei aufgelöst, als die Arbeiter und Mitglieder linksradikaler Jugendorganisationen eine Straße blockierten.
|
Bereits im vergangenen Dezember hatte es eine ähnliche Protestaktion gegen die Ausbeutung bei dem Unternehmen gegeben. „Don-Stroi“ soll darauf hin versprochen haben, die ausstehenden Löhne umgehend zu zahlen. Im Jahr 2003 soll es einem Bericht zufolge bei einem Großbrand auf einer Baustelle des Konzerns Dutzende Tote gegeben haben, die in keiner Behördenstatistik erfasst wurden. Der Baukonzern „Don-Stroi“ baut in der russischen Hauptstadt vor allem Wohnhochhäuser mit Elite-Appartments.
|
In Russland leben Schätzungen zufolge mehrere Millionen Gastarbeiter aus Mittelasien, der Ukraine und dem Kaukasus. Die meisten von ihnen haben keine Arbeitserlaubnis und arbeiten zu Niedrigstlöhnen vor allem im Baugewerbe und im Kleinhandel.
|
(epd/kp)
|
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>