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| Putins Wahlkampf-Stab kann beachtliche Menschenmassen mobilisieren. Im Bild die "Junge Garde" von dessen Partei "Einiges Russland" (Foto: ER) | |
Dienstag, 14.02.2012
Stadtverwaltung verbietet Putin-Marsch durchs Zentrum
Moskau. Die Stadtverwaltung gibt sich prinzipiell: Wie zuvor auch der Opposition wurde Putin-Unterstützern ein beantragter Demonstrationszug durch die Innenstadt nicht erlaubt. Die amtliche Alternative lautet ebenfalls: Stradion Luschniki.
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Ein patriotischer Feiertag soll zum Wahlkampf-Höhepunkt werden: Am 23. Februar, dem arbeitsfreien „Tag der Vaterlandsverteidiger“ möchte Putins Wahlkampfstab gemeinsam mit dem Pro-Putin-Bündnis „Allrussischen Volksfront“ 200.000 Menschen zur Unterstützung von dessen Präsidentschaftskandidatur auf die Straße bringen.
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Amt: 200.000 Menschen sprengen Moskau Beantragt hatten die Organisatoren einen Marsch über die noble Einkaufsmeile Twerskaja auf den Manegeplatz. Im Moskauer Rathaus hält man das jedoch für eine irreale Idee: Weder könne der Platz nahe der Kremlmauern so viele Menschen aufnehmen – noch gebe es überhaupt irgendwo in Moskau die Möglichkeit, einen Demonstrationszug mit 200.000 Menschen durchzuführen.
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Die Behörde drängte die Putin-Unterstützer deshalb, die Zahl der erwarteten Teilnehmer auf 100.000 zu begrenzen. Als alterntive Orte wurde der Park von Poklonnaja Gora (wo sich am 4. Februar bereits über 100.000 Putn-Fans versammelten) für eine reine Kundgebung oder das Areal um das Stadion Luschniki vorgeschlagen. Dort sei es auch möglich, entlang des Moskwa-Ufers einen Marsch zu organisieren.
Luschniki ist Polit-Aktivisten zu öde Das Angebot, doch zum Stadion Luschniki zu ziehen, hatten im Vorfeld auch die Organisatoren der großen oppositionellen Demonstration erhalten, die am 4. Februar in Moskau abgehalten wurde. Nach längeren Verhandlungen mit der Stadtverwaltung hatten sie zwar auf ihren ursprünglichen Plan, ebenfalls zum Manegeplatz ziehen zu wollen, verzichtet. Aber immerhin genehmigte die Stadt dann einen innerstädtischen Demo-Zug zum Bolotnaja-Platz.
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Ein Sprecher von Putins Wahlkampfstab bezeichnete die Absage als „Missachtung des Kandidaten“. Die Vorschläge der Stadtverwaltung seien nicht akzeptabel. Man will nun ebenfalls Gegenvorschläge vorbereiten und dann verhandeln.
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Demo-Welle in der heißen Wahlkampfphase Für die Zeit vom 13. bis 23. Februar sind bei den Moskauer Behörden schon 180 Anträge auf Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen eingegangen – darunter sind sowohl Befürworter wie Gegner von Putins erwartetem Wiedereinzug in den Kreml.
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Putin-Gegner planen auch Aktionen, für die sie keine Genehmigung beantragen wollen: So sollen am 19. Februar Autofahrer mit einem Autocorso auf dem Gartenring demonstrieren.
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Und am 26. Februar, eine Woche vor der Wahl, sollen 30.000 Demonstranten entlang des Gartenrings eine Menschenkette rund um das Moskauer Stadtzentrum bilden.
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