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| (Foto: Gratschow/rUFO) | |
Mittwoch, 23.10.2002
Stierkampf und Hundehaltung auf dem Balkon bald illegal
Moskau. Betrunkene und Minderjährige dürfen in der russischen Hauptstadt Moskau in Zukunft keine Hunde mehr Gassi führen. Diese und andere teils kurios Regeln enthält ein neues Tierschutzgesetz, das von der Stadtregierung verabschiedet wurde. Tierquälern drohen in Zukunft saftige Strafen. Die Initiatoren des bereits im vergangenen Jahr geplanten Moskauer Stierkampf-Spektakels müssen ebenfalls alle ihre Pläne begraben.
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Das Moskauer Tierschutzgesetz verbietet nämlich jede Form von Tierkämpfen. Wenn die Stadtduma dem Entwurf wie erwartet zustimmt, können Haustier-Haltern, die gegen das Gesetz verstoßen, ihre Schützlinge auch weggenommen werden.
Damit entlaufende Katzen und Hunde nicht ständig das Heer der streunenden Haustiere vergrößern, wird ein spezieller Suchdienst eingerichtet, bei dem die Besitzer Vermissten-Anzeigen aufgeben können. Wem ein herrenloses Tier zuläuft, muss sich demnach innerhalb von drei Tagen bei der Miliz melden, damit die Behörden die Besitzer ermittlen können. Nach sechs Monaten vergeblicher Suche kann der Finder zum rechtmäßigen Tier-Eigentümer werden.
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Das Gesetz unterscheidet detailliert verschiedene Tier-Kategorien: wilde Tiere, herrenlose und Haustiere. Besonders hervorgehoben wird der Status von „tierischen Gefährten“ hervorgehoben. Damit sind Haustiere gemeint, die gehalten werden, um dem Menschen Gesellschaft zu leisten. „Tierische Gefährten“, dürfen, so das neue Moskauer Tierschutzgesetz, nicht geschlachtet werden, um ihr Fleisch oder Fell zu nutzen.
Hunde und Katzen dürfen demnach auch nicht mehr auf dem Balkon oder anderen vergleichbaren Orten gehalten werden. Außerdem müssen die Moskauer in Zukunft die Hundehaufen ihrer tierischen Begleiter aufsammeln.
(rUFO/kp).
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