Freitag, 23.02.2007

Trauer um Opfer des Markteinsturzes in Moskau

Die Trauer bei den Angehörigen der Opfer des eingestürzten Basmanny-Markts hält bis heute an (Foto: TV)
Moskau. Genau vor einem Jahr ist der Markt an der Moskauer Metro-Station Baumanskaja eingestürzt. 66 Menschen kamen bei der Katastrophe ums Leben. Heute gab es eine Gedenkveranstaltung am Unglücksort.
Am frühen Morgen des 23. Februar 2006 brach der so genannte "Basmanny-Markt" unter der Schneelast zusammen. Zu dem Zeitpunkt herrschte bereits reger Betrieb auf dem Gelände. Vor allem Großhändler erledigten bereits ihre Geschäfte, bevor der Markt offiziell seine Pforten für die Besucher öffnete.

Opfer stammten vorwiegend aus Bruderrepubliken der GUS


Unter den Opfern waren in erster Linie Bürger aus Aserbaidschan, Georgien, Tadschikistan, der Ukraine und Usbekistan, die als Händler oder Lastenträger in den Hallen arbeiteten. Vertreter der Diasporas nahmen daher an der Trauerveranstaltung besonders rege teil. Freunde und Verwandte gedachten am Unglücksort der Todesopfer.

Nach dem Einsturz stellten die Behörden Ermittlungen wegen unsachgemäßer Nutzung der Halle ein. Der Direktor des „Basmanny-Markts“, Mark Mischijew, wurde vorläufig festgenommen. Allerdings entlastete ihn später ein Gericht vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung. Die 1977 erbaute Markthalle wurde nach dem Einsturz vollständig abgerissen.

An der Stelle soll bis zum Jahresende eine Filiale der Nekrassow-Bibliothek aufgebaut werden. Zudem will eine Lebensmittelkette auf dem über 3.000 Quadratmeter großen Gelände ein Geschäft einrichten.

(ab/.rufo)