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| Verstärkte Truppenbewegungen um Moskau sorgen für Aufregung. (Foto: newsru.com) | |
Dienstag, 06.12.2011
Truppenkonzentration um Moskau sorgt für Aufregung
Moskau. Auf Moskaus Zufahrtsstraßen sind verstärkt Armeeeinheiten unterwegs. Die Innenbehörde spricht von „Aufrechterhaltung der Ordnung“; Oppositionelle vermuten „panische Angst der Machthaber vor Kundgebungen“.
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Im russischen Internet sind massenweise Fotos und Videos aufgetaucht, auf denen Militärkolonnen zu sehen sind, die sich über die Zufahrtsstraßen in Richtung Moskau fortbewegen. Augenzeugen vermuten, sie sollen die Polizeikräfte verstärken, falls es (wie bereits am Montagabend) zu nicht sanktionierten Kundgebungen der Opposition nach den Duma-Wahlen kommen sollte.
Dies bestätigt das Innenministerium, das sich angesichts der Unruhe unter der Bevölkerung genötigt sieht, eine offizielle Erklärung abzugeben. Dort heißt es: „Wegen der Durchführung von sanktionierten Massenaktionen und zur Vereitelung nicht sanktionierter Aktionen wurden die mobilen Reserven verstärkt“. Dies geschehe aber „ausschließlich zur Sicherheit der Bürger“.
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Jahrestag der Ausschreitungen auf dem Manege-Platz Der unabhängige Fernsehsender „Doschd´“ sieht einen weiteren Grund für die Truppenverstärkung: Am 6. Dezember jährt sich die Ermordung des Fußball-Fans Jegor Swiridow, die 2010 gewalttätige Ausschreitungen von Nationalisten auf dem Moskauer Manege-Platz ausgelöst hatte.
Die Menschenrechtlerin Ludmila Alexejewa, Leiterin der Moskauer Helsinki-Gruppe, ist der Meinung: „Das ist eine unnormale und sehr alarmierende Situation – für uns und für die Staatsmacht. Sie hat wohl panische Angst vor Straßenkundgebungen nach der Wahl“, sagt sie gegenüber Interfax.
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Ein Blogger gibt zu bedenken: „Na so was! Das neue Parlament soll seine Arbeit aufnehmen, und die lassen Truppen einmarschieren! Die Machthaber fürchten anscheinend die eigenen Wähler und das multinationale russische Volk, das doch die einzige Quelle ihrer Macht sein sollte.“
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Kremljugend demonstriert für Putin Für den heutigen Abend sind tatsächlich neue Kundgebungen geplant, und das nicht nur in Moskau. Auch in St. Petersburg, Rostow am Don und Ischewsk wollen Anhänger der Opposition gegen die Wahlergebnisse vom 4. Dezember demonstrieren.
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Eine Gegendemo der kremltreuen Jugendorganisationen „Naschi“ (Die Unseren) und „Stal´“(Stahl) ist bereits zu Ende gegangen. Die Organisatoren hatten am frühen Nachmittag auf dem Moskauer Manege-Platz 15.000 Aktivisten aus 30 russischen Regionen erwartet.
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Gekommen waren etwa 5.000. Ihr Meeting war als Gegengewicht zu den Protesten der Opposition gedacht.
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