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| Am Tag des Absturzes in Perm wurde auch in Moskau ein Flugzeug zerstört - in aller Öffentlichkeit (foto: dojdikom.livejournal.com) | |
Dienstag, 16.09.2008
Tu-154 in WDNCh zerstört: Flugzeugfans sind sauer
Moskau. Das vielleicht meistfotografierteste Flugzeug Russlands existiert nicht mehr: Eine Tu-154, die seit Mitte der 60er Jahre vor dem Pavillon „Kosmos“ stand, wurde am Sonntag an Ort und Stelle verschrottet.
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Die Beseitigung des Flugzeuges erinnerte an den Abriss eines alten Hauses: Ein Bagger mit einer speziellen großen Blechschere zerschnitt Flügel und Flugzeugrumpf in Stücke, die dann per Lkw abtransportiert wurden. Noch intakt ist eine Yak-42, die ebenfalls seit Jahrzehnten neben der Tu-154 auf dem Gelände der einstigen "Ausstellung der Errungenschaften der sowjetischen Volkswirtschaft" (WDNCh, heute WWZ) stand.
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Noch im Frühjahr hatte die Geschäftsleitung des Areals beteuert, die beiden Maschinen würden nicht angetastet. Man hätte auch keine Pläne, an ihrer Stelle irgendwelche Bauten zu errichten.
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Tabula rasa statt dezenter Entsorgung Einem Bericht der Zeitung „Moskowski Komsomolez“ zufolge wurde die Beseitigung des Flugzeugs jetzt mit Altersschwäche des Exponats begründet. Und die Methode der wenig zimperlichen Zerlegung an Ort und Stelle sei aus Kostengründen gewählt worden.
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Russische Flugzeugfans reagierten in diversen Internetforen empört über den Gewaltakt an dem alten Jet: Es sei unverständlich, warum das alte Flugzeug vor den Augen von Sonntags-Spaziergängern auf diese Weise zerstört worden sei. Viele Menschen hätten Tränen in den Augen gehabt, weil sie diesen Anblick zum Teil seit ihrer Kindheit gewohnt gewesen seien.
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Dies war keine ganz gewöhnliche Tu-154 Einer alten Tupolew-154 unter musealen Gesichtspunkten Seltenheitswert einzuräumen, ist in der Tat nicht angebracht: Diese Maschinen stehen noch zu hunderten in Russland in Einsatz und werden gegenwärtig von vielen Fluglinien ausgemustert.
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Bei dem in Moskau zerstörten Exemplar 85005 handelte es sich allerdings um eine der sechs Vorserien-Maschinen, die in den 60er Jahren nur zur Flugerprobung eingesetzt worden waren – und somit durchaus um ein Denkmal für die russische Zivilluftfahrt.
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