 |
|
| Die Sonderpolizei löste am Samstag die nicht genehmigte Schwulendemo auf. (Foto: www.newsru.com) | |
Dienstag, 30.05.2006
Umfrage: Homosexualität kommt aus Frankreich
Moskau. In Moskau gibt es eine Homosexuellen-Community mit Clubs, Bars und festen Treffpunkten. Die geplante Gay Parade wurde jedoch verboten. Russland-Aktuell wollte von Passanten wissen, ob das notwendig war.
|
|
 |
|
| (Foto: Maximowa/.rufo) | |
Darija, 20 Jahre, Studentin „Wir leben in einem demokratischen Land. Jeder hat dieselben Rechte, egal welche sexuelle Orientierung er hat. Ich finde das Verbot deswegen natürlich falsch.“
|
 |
|
| (Foto: Maximowa/.rufo) | |
Andrej, 47 Jahre, Bauarbeiter „Ich bin nicht dafür, aber ich bin auch nicht dagegen. Ein Verbot hat keinen Sinn, denn die Schwulen und Lesben haben ja ihre festen Treffpunkte und versammeln sich eh, wann sie wollen. Bei uns gibt es heute meiner Meinung nach vollkommende Freiheit.“
|
Julia, 50 Jahre, Mitarbeiterin bei Mosenergo „Ich bin der Meinung, Paare müssen für Nachwuchs sorgen. Die Homosexuellen können das ja nicht. Mein Sohn ist unverheiratet und eigentlich will ich schon Enkel haben. Ich mache mir wirklich Sorgen.“
|
 |
|
| (Foto: Maximowa/.rufo) | |
Georgi, 25 Jahre, Marketing-Fachmann „In meinem Freundeskreis gibt es auch Schwule. Sie haben die gleichen Rechte wie alle anderen. Die Parade zu verbieten, ist deshalb falsch. Aber die russische Gesellschaft ist noch nicht auf so etwas vorbereitet. Die Stereotypen haben wir in Russland noch nicht überwunden.“
|
 |
|
| (Foto: Maximowa/.rufo) | |
Viktor, 66 Jahre, Jazz-Musiker „Homosexualität entspricht nicht der russischen Natur. Der russische Charakter ist rein. Er ist stark. Die Homosexualität kommt aus dem Westen, wahrscheinlich aus Frankreich. Das ist nichts für Russland. Ich war mal in Deutschland, in Frankfurt am Main. Da treffen die sich gegenüber vom Bahnhof auf der Toilette. Mir ist das zuwider, ich kann da gar nicht hinsehen.
Überhaupt findet man die Homosexualität vor allem in Städten, auf dem Land ist sie nicht so verbreitet. Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, wenn die sich untereinander treffen. Aber ich bin dagegen, dass da noch groß drauf aufmerksam gemacht wird, zum Beispiel mit einer Parade.“
|
(cj/kam/.rufo)
|
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>