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Der Pipeline-Streit sorgte für ernste Vertsimmung zwischen den beiden Bruderstaaten. Darunter hat auch das Image von Weißrusslands Präsident Lukaschenko in Russland gelitten (Foto: rufo)
Der Pipeline-Streit sorgte für ernste Vertsimmung zwischen den beiden Bruderstaaten. Darunter hat auch das Image von Weißrusslands Präsident Lukaschenko in Russland gelitten (Foto: rufo)
Dienstag, 16.01.2007

Umfrage: Lukaschenko für Moskauer kein Bruder mehr?

Moskau. Der Streit um Öl und Gas zwischen Russland und Weißrussland ist gerade erst vorbei. Die Emotionen sind noch nicht abgekühlt. Russland-Aktuell wollte wissen, was Moskauer nach dem Skandal von Lukaschenko halten.

Sergej (Foto: Kurizina)
Sergej (Foto: Kurizina)
Sergej, Landvermesser: Lukaschenko war und ist ein Parteifunktionär. Diktatur bedeutet nicht immer Ordnung. Von der russischen Seite war es richtig, die Gaspreise zu erhöhen. Wie lange noch sollten wir sie füttern?! Aber dass Weißrussland eigenwillig die Gaslieferungen nach Europa unterbrochen hat, ist unverschämt.

Wladimir, Baubrigadier: Mein Verhältnis zu Lukaschenko war immer schwierig. Aber seit diesen Transitgebühren wurde es natürlich noch schlechter. Er ist ein Typ des sowjetischen Leaders mit gewissen Diktatorallüren. Die Handlungen Russlands finde ich berechtigt, sonst wird das kostenlose Essen zu einer schlechten Gewohnheit.

Lidija (Foto: Paschkowa)
Lidija (Foto: Paschkowa)
Lidija, Rentnerin: Lukaschenko verhält sich falsch gegenüber Russland, das so vieles für sein Land getan hat. Die weißrussischen Rentner erhalten sogar höhere Renten, als die russischen. Und das ist dank unserem Gas und Öl möglich, das Weißrussland billig zur Verarbeitung kauft und wesentlich teurer nach Europa weiter absetzt. Ich wundere mich überhaupt, wie die Ukraine, Weißrussland und Georgien bei solchen profitablen Bedingungen gegen die Einführung der Marktpreise protestieren. Lukaschenko selbst ist wahrscheinlich ein guter Wirtschaftler, der sein Land in Ordnung gebracht hat. Vielleicht ist es dort aber nur in den Städten so gut. In jedem Fall kann es in Weißrussland keine echte Alternative zu ihm geben, sonst würden die Leute zu Demonstrationen gehen und sich einen neuen Präsidenten ausbitten.

Alexej (Foto: Paschkowa
Alexej (Foto: Paschkowa
Alexej, Buchhalter: Ich pflege ein gutes Verhältnis zu Lukaschenko, er ist ein cleverer Präsident und macht alles richtig. Fehler macht nur unsere Regierung, die mit der Ukraine, Georgien und Weißrussland auf Konfliktkurs geht. Russland sollte die Gas-Preise für unsere Brüder nicht erhöhen. Es war auch nicht unser Wunsch, sondern der von einer kleiner Clique in der russischen Regierung.

Alexander, Kinomechaniker: Ich finde, dass Lukaschenko nicht Recht hat. Wir nähren und unterstützen Weißrussland, und er wird so unverschämt uns gegenüber. Früher war mein Verhältnis zu ihm eher positiv, viele in Russland sahen in ihm das „Väterchen“ des brüderlichen Volkes.

Irina, Kosmetologe: Lukaschenko ist überhaupt wunderlich und verhält sich nicht adäquat, vielleicht ist er sogar geistig nicht ganz gesund. Mir kommt immer so ein Gedanke wenn ich sein Gesicht sehe. Angesichts des russisch-weißrussischen Streites um Gas und Öl ist meine Vorstellung von ihm völlig negativ geworden. Ebenfalls aber auch die von vielen russischen Politikern. Trotzdem glaube ich nicht, dass Lukaschenko allein darüber entschieden hat, die Aktionen gegen die russische Ölleitung durchzuführen. Für diesen Schritt muss die ganze weißrussische Regierung zuständig sein.

(ak/ap/.rufo)

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Abendstimmung im neuen Petersburger Meeres-Passagierhafen. Die Saison hat gerade erst angefangen, die Piers sind noch fast alle leer. In wenigen Wochen wird sich das Bild ändern, denn mit Beginn der Weißen Nächste setzt der Kreuzfahrtschiff-Run auf die russische nördliche Hauptstadt ein. (Topfoto: Brammerloh/.rufo)



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