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Die Russen nehmens leicht. So lange es noch Bier gibt... (Foto: Stepanowa/.rufo)
Die Russen nehmens leicht. So lange es noch Bier gibt... (Foto: Stepanowa/.rufo)
Donnerstag, 27.07.2006

Umfrage: Moskauer haben noch kein Alkoholproblem

Moskau. Alle Welt redet über die Alkoholkrise in Russland. Russland-Aktuell fand heraus, dass die meisten Moskauer sich noch nicht betroffen fühlen. Gefragt haben Inna Stepanowa und Anna Kurizina.

Bei Russland-Aktuell
• Alkoholkrise: Regierung sucht Schuldigen und Ausweg (24.07.2006)
Konstantin, Student: „Eine Alkoholkrise gibt es bei uns schon lange. Und nicht wegen der Steuermarken, sondern wegen der prinzipiellen Einstellung zum Alkohol. Das ganze Land trinkt, von klein an – Es ist eine Katastrophe! Persönlich leide ich nicht unter der Einführung von EGAIS, da ich Wodka überhaupt nicht trinke.“

(Foto: Stepanowa/.rufo)
(Foto: Stepanowa/.rufo)
Anna, Studentin: „Ich denke, dass es keine Krise sondern im Gegenteil positiv ist. Möglich, dass das neue Erfassungssystem es erlaubt, den Verkauf von Alkohol an Minderjährige völlig auszuschließen. Bisher gibt es leider solche Fälle. Ich denke nicht, dass Samogon eine Alternative zu Wodka ist. Der wird nämlich auf dem Land hergestellt. Deswegen fährt man doch nicht dorthin. Was mich betrifft, so trinke ich ganz selten Wodka, im Allgemeinen Bier und Cocktails.“

(Foto: Stepanowa/.rufo)
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Juri, Arbeitsloser: „Ich habe keine Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Wechsel der Steuermarken mitbekommen. Im Gegenteil: In den Geschäften gibt es jetzt doch Alkohol mit großen Rabatten und das in großer Menge. Ich schließe nicht aus, dass Samogon für viele zur Alternative wird. Ich habe selbst mehr als einmal probiert – eine wunderbare Sache.“

(Foto: Stepanowa/.rufo)
(Foto: Stepanowa/.rufo)
Natalja, Studentin: Ich trinke verschiedene Sorten von Alkohol, aber in der Regel Martini. Die Regale werden natürlich leerer, aber das ist für mich kein Problem. Solch schweres Zeug wie Samogon trinke ich nicht und die anderen Sachen kaufe ich mir am Kiosk.



(Foto: Stepanowa/.rufo)
(Foto: Stepanowa/.rufo)
Riwkat Rustanowitsch, Stellvertretender Betriebsdirektor: „Natürlich habe ich die Alkoholkrise mitbekommen, d.h. ich höre davon ständig. Meiner Ansicht nach ist die Situation mit den neuen Steuermarken sehr interessant: Weshalb musste man die wechseln? Erstens leiden die Verbraucher, denn schon steigen die Preise. Zweitens kommt wieder illegale Ware in den Umlauf. Und das Schlimmste ist nicht der Samogon. Das Vol, besonders in der Provinz, wird sich mit Ersatzstoffen vergiften.“

(Foto: Stepanowa/.rufo)
(Foto: Stepanowa/.rufo)
Wjatscheslaw, Fahrer: „Ich trinke Bier und Rotwein, sehr selten Wodka. Ich habe keine Probleme, Alkohol zu bekommen, weil ich einfach in letzter Zeit keine Lust auf Trinken habe. Aber Samogon ist, wenn er eigenhändig hergestellt wurde, man ihn stehen und gut treiben lässt, eine würdige Alternative. Ich komme vom Lande und meine Verwandten haben den früher hergestellt.“

Dmitri, Beamter: „Ich kann nicht behaupten, dass ich sehr unter der Situation leide. Samogon (Selbstgebrannter) war stets eine Alternative. So existiert z.B. im Gebiet Rostow seit langem ein Netzwerk zur Herstellung und zum Vertrieb von Samogon. Ich persönlich mag aber eher Wein und schwach alkoholische Getränke.“

(ak/is/ab/.rufo)


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