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| Umweltschützer wollen verhindern, dass für eine neue Autobahn ein Waldstück bei Moskau abgeholzt wird. (Foto: TV) | |
Dienstag, 29.09.2009
Umweltminister stellt sich vor Moskaus Grüne Lunge
Moskau. Umweltminister Juri Trutnew will sich für eine Verlegung der geplanten neuen Autobahn Moskau-St.Petersburg einsetzen, so dass ein Waldgebiet nicht abgeholzt werden muss. Am Freitag hatte sich Trutnew mit Umweltschützern im Vorort Chimki getroffen.
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Nach den bestehenden Planungen würde die neue Autobahn das ausgedehnte Waldgebiet zwischen dem Vorort Moskau-Chimki und dem Flughafen Scheremetjewo zerschneiden. Ursprünglich sollte für die Schnellstrasse eine Schneise von acht Kilometer Länge und drei Kilometer Breite in den Wald geschlagen und damit zugleich auch neue Baugrundstücke erschlossen werden.
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Gegen die Planungen leisteten Umweltschützer hartnäckigen Widerstand. Im November 2008 wurde einer der Sprecher der Bewegung, der Journalist Michail Beketow, der auch die Stadtverwaltung von Chimki wegen Korruption kritisiert hatte, von Unbekannten so zusammengeschlagen, dass er bis heute im Krankenhaus liegt.
Nach heftigen Protesten und langen Diskussionen wurde schliesslich in der jetzt noch gültigen Streckenplanung die Schneisenbreite auf 100 Meter beschränkt. Die Verwaltung des Moskauer Gebietes beharrt aber darauf, dass der Trassenverlauf selbst nicht verändert werden solle.
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Die Umweltschützer aus Moskau-Chimki, die seit Jahren gegen den geplanten Trassenverlauf protestierten, konnten am vergangenen Freitag zwar Umweltminister Juri Trutnew von ihren Alternativplanungen überzeugen, die die Grüne Lunge im Nordwesten Moskaus nicht zerschneiden würden. Zuständig für die nötigen Baugenehmigungen sind aber das Landwirtschaftsministerium und die Landwirtschaftsaufsicht.
Ein Sprecher des Umweltministeriums teilte allerdings mit, Trutnew werde sich gegenüber dem Verkehrsministerium und dem Landwirtschaftsministerium dafür einsetzen, die Trassenführung zu verändern.
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Er werde der jetzigen Autobahn-Planung nicht zustimmen, da es Alternativen gebe. Trutnew hatte bereits mehrfach gegen das Projekt Einspruch erhoben, konnte sich aber bisher nicht durchsetzen. Es ist auch unwahrscheinlich, dass ihm das jetzt noch gelingt.
Wirtschaft setzt sich gegen Umwelt durch
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Die neue Autobahn Moskau-St.Petersburg ist als mautpflichtige Strecke geplant und hat für die russische Regierung zentrale Bedeutung. Die Vorbereitungen für den Bau sollen bis Ende 2009 abgeschlossen werden.
Das erste 43 Kilometer lange Teilstück mit acht bis zehn Fahrspuren vom Moskauer Autobahnring MAKD und Chimki bis nach Solnetschnogorsk -
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soll bereits 2010 in Bau gehen und 2013 fertiggestellt werden.
Die Baukosten betragen 60 Milliarden Rubel (1,3 Mrd Euro), von denen 23 aus dem Föderalen Staatshaushalt stammen sollen.
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