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| Blick aus dem Fenster: Moskau versinkt im Nebel (Foto: Ballin/.rufo) | |
Mittwoch, 04.08.2010
Waldbrände: Moskau versinkt in Rauch und Gestank
Moskau. Die Waldbrände rund um Moskau kommen näher, die russische Hauptstadt erstickt in Rauch und Qualm. Noch am Abend hatte der Smog Moskau eingehüllt, am Morgen herrscht dicke Luft. Die Sichtweite liegt bei 100 Metern.
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Derzeit gibt es in Moskau wohl keine Stelle, an der der Rauch nicht zu spüren ist. Waren in den vergangenen Wochen vor allem Süden und Osten der Millionenstadt betroffen, so ist der beißende Geruch am Mittwochmorgen auch im Zentrum, Norden und sogar im Westen zu verspüren.
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Atemmasken sind zu einem Verkaufsschlager in den Apotheken geworden. Mit einem Preis von vier Rubel (0,10 Euro) sind die einfachen Masken glücklicherweise aber auch noch nicht zum Objekt für Preisspekulanten geworden.
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Autoverkehr behindert durch den dichten Nebel
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Der Nebel behindert auch den Autoverkehr. Zwar sind die Staus in der Megametropole geringer als üblich, da viele Moskauer wegen des Wetters aus der Stadt geflüchtet sind. Dennoch kommt die Blechlawine nur schleppend voran. Die Sichtweite liegt stellenweise zwischen 50 und 100 Metern. Die Sonne ist nicht zu sehen. Der graue Himmel vermittelt das Gefühl eines Regentages oder der hereinbrechenden Dämmerung.
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Regen ist freilich nicht zu erwarten; weder heute noch in den nächsten Tagen. Laut Wetterbericht bleibt es mindestens bis nächste Woche niederschlagsfrei in der Moskauer Region.
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Es wird wieder heiß und trocken Auch die wegen der Dunstglocke unsichtbare Sonne ist schon zu spüren. Schon am Morgen sind die Temperaturen bei rund 30 Grad. Im Tagesverlauf sollen sie rund 39 Grad ansteigen.
Im Moskauer Umland brennen nach Angaben des Katastrophenschutzes rund 200 Hektar Wald- und Torffläche. Besonders die Torfbrände sind von der Feuerwehr schwer zu löschen, weil sie oft mehrere Meter unter der Erde weiter brennen. Ein weiteres Problem: Trockener Torf entzündet sich bei Temperaturen von etwa 40 Grad selbst. Damit entstehen immer wieder neue Brandherde.
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Brand auf der Elchinsel in Moskau Gestern musste die Feuerwehr bereits in der Elchinsel (Losiny Ostrow), der „grünen Lunge Moskaus“ im Nordosten der Stadt Brände löschen. Seit Tagen haben die Katastrophenschützer – insgesamt sind 155.000 Männer in Russland aufgeboten – keine Ruhepause bekommen.
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Es sieht so aus, als ob sie auch in den nächsten Tagen keine Entwarnung bekommen. Denn obwohl es derzeit windstill ist, haben die Meteorologen sogar noch eine Sturmwarnung herausgegeben. Wind dürfte die Waldbrände noch einmal ordentlich anfachen. Bleibt nur die geringe Hoffnung, dass der Sturm vielleicht auch einen Wetterumschwung mit sich bringt.
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