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| "Der Winter kam wieder einmal völlig unerwartet über Russland", sagt man hierzulande in solchen Situationen. (Foto: ld/.rufo) | |
Dienstag, 08.12.2009
Wintereinbruch: Moskau versank im Schnee und Stau
Moskau. Der Dezemberbeginn mit Rekordwärme wurde gestern durch einen Rekord-Schneefall garniert – jedenfalls was die Länge der Staus in Moskau anging. Schuld am Chaos waren die Meteorologen sein, die nicht vorwarnten.
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Gestern fielen in Moskau etwa 9 Zentimeter Schnee. Das sollte die russische Hauptstadt eigentlich nicht an den Rand des Kollaps bringen – Moskau ist schließlich nicht Kairo. Wenn allerdings die weiße Pracht völlig unangemeldet vom Himmel fällt, gibt es auch hier ein ernsthaftes Problem.
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Die Schneewarnung kam zwei Stunden nach dem Schnee „In unserem Stadtteil fiel ab 12.30 Uhr heftiger Schnee. Die telefonische Warnung erhielten wir um 14.45 Uhr. Und in den Prognosen für Montag war von Schnee überhaupt nicht die Rede“, schimpft Oleg Mitwol, der Präfekt des Moskauer Nord-Gebietes.
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Ohne Vorwarnung können die kommunalen Behörden aber nicht rechtzeitig ihre Schneeräumtechnik in Stellung bringen – und besonders kritische Abschnitte wie Brücken und Hauptstraßen schon vorab mit Salz bestreuen, damit hier der Verkehr nicht zum Stillstand kommt.
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900 Kilometer Stau - also eigentlich überall So war aber auf vielen Moskauer Magistralen im Zentrum wie in den Außenbezirken und auch auf der Ringautobahn MKAD kein Durchkommen mehr: Irgendwo blockierten immer ein paar festsitzende Fahrzeuge, querstehende Lkws oder Unfälle das Durchkommen. Die Gesamtlänge der Staus in Moskau betrug 894 Kilometer, meldete „Awtoradio“. Die letzten Staus lösten sich erst nach Mitternacht langsam auf.
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Auch heute ist der Verkehr vor allem im Westen, Norden und dem Zentrum der Stadt stark behindert. Dazu tragen auch die vielen Autos bei, die am Vortag von ihren entnervten Besitzern irgendwo am Straßenrand stehen gelassen wurden.
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"Tag des Karrosserieschlossers" „Es gab keinen zutreffenden Wetterbericht. Als der Schnee einsetzte, verwandelten sich die Straßen in Moskau innerhalb einer Stunde in Rutschbahnen aus Schnee und Eis. Im Ergebnis stand der Verkehr um 17 Uhr endgültig still“, so ein Sprecher der Verkehrspolizei GIBDD. Die Behörde registrierte gestern 2.700 Verkehrsunfälle - doppelt so viele wie an einem durchschnittlichen Wochentag.
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Mitwol sagte gegenüber Ria Novosti, dass es wohl besser wäre, ein Teil des für den Wetterdienst ausgegebenen Geldes für Räumfahrzeuge auszugeben, wenn es schon keine genauen meteorologischen Prognosen gibt. „Zwei Stunden nach Einsetzen des Schneefalls über dessen Beginn informiert zu werden, das ist einfach lächerlich.“
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Nach Angaben von Meteorologen war eine höchst ungewöhnliche Wettererscheinung die Ursache für das Versagen des Wetterdienstes: Die Niederschläge im Umfang einer Zwei-Wochen-Norm seien völlig unerwartet bei Hochdruck-Lage gefallen.
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