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| Tausende Menschen begleiteten die Gottesmutter von Tichwin durch Moskau (Foto: Kirchliches Außenamt, www.mospat.ru) | |
Montag, 28.06.2004
Wundertätige Ikone wieder in Russland
Moskau. In Moskau haben am Sonntagabend über 10.000 Gläubige mit einer Prozession die Rückkehr einer der am meisten verehrten orthodoxen Ikonen nach Russland gefeiert. Patriarch Alexi II. segnete bei einem Gebet am Roten Platz die russische Hauptstadt mit dem zurückgewonnenen Heiligenbild der Gottesmutter von Tichwin.
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Die als wundertätig verehrte Gottesmutter von Tichwin wurde der Überlieferung vom Evangelisten Lukas persönlich noch zu Lebzeiten Marias gemalt und gelangte auf geheimnisvolle Weise von Jerusalem über Konstantinopel ins nordrussische Tichwin. Bereits Zar Iwan der Schreckliche pilgerte zu der Ikone. Der Legende zufolge verdankten die russischen Truppen im 17. Jahrhundert einen Sieg über eine zahlmäßig überlegene schwedische Armee dem Marienbild.
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Vor sechzig Jahren wurde das Heiligenbild von einem orthodoxen Priester aus der Sowjetunion geschmuggelt. Der Geistliche hatte in seinem Testament erklärt, es solle wieder an Russland zurückgegeben werden, wenn das atheistische Sowjetregime die Macht verloren habe.
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Der Rückgabe waren langwierige Verhandlungen zwischen dem Moskauer Patriarchat und der orthodoxen Kirche in Amerika vorausgegangen. In den vergangenen Tagen waren tausende Gläubiger zur Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale gepilgert. Die Ikone wurde am Abend in einem gepanzerten Fahrzeug nach St. Petersburg transportiert. Anfang Juli soll sie an das orthodoxe Mönchskloster von Tichwin zurückgegeben werden.
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(epd/kp)
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